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US-Internetkonzern: Yahoo in der Krise

Quelle: Handelsblatt Online

Werbekunden schalten ihre Anzeigen schon längst lieber bei Google und Facebook. Das bringt Yahoo weiter in Bedrängnis. Jetzt verlässt auch der Aufsichtsratsvorsitzender Roy Bostock das Unternehmen.

Firmenzentrale des Internetkonzerns Yahoo in Sunnyvale, Kalifornien. Quelle: dapd
Firmenzentrale des Internetkonzerns Yahoo in Sunnyvale, Kalifornien. Quelle: dapd

SunnyvaleNach Yahoo-Gründer Jerry Yang verlassen vier weitere Mitglieder den Verwaltungsrat des schwächelnden Internetkonzerns Yahoo. Auch der Vorsitzende des obersten Firmengremiums, Roy Bostock, hört auf.

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Er stelle sich auf der nächsten Hauptversammlung nicht zur Wiederwahl, erklärte Bostock am Dienstag in einem offenen Brief an die Aktionäre. „Es war mir immer eine Ehre, Verwaltungsratschef von Yahoo zu sein.“ Nach der üblicherweise im Mai stattfindenden Hauptversammlung werde der Großteil des neunköpfigen Verwaltungsrat neu besetzt sein, schrieb Bostock weiter.

Die verbleibenden Mitglieder seien zudem frühestens im Jahr 2010 dazu gestoßen. Damit machte Bostock klar: Der scharfe Schnitt ist gewollt. Anteilseigner kreiden dem amtierenden Verwaltungsrat an, keine Rezepte gegen den Bedeutungsverlust des Internet-Urgesteins gefunden zu haben. Die starken Spieler im Internet heißen heute Google und Facebook.

Zuletzt hatte Yahoo sogar einen Umsatz- und Gewinnrückgang verkraften müssen. Yahoo-Mitgründer Jerry Yang hatte Mitte Januar die Konsequenzen gezogen und sich von allen seinen Posten im Unternehmen zurückgezogen. Der starke Mann bei Yahoo ist nun Scott Thompson, der seit Jahresbeginn als Konzernchef fungiert. Der ehemalige Chef des Ebay-Bezahldienstes Paypal soll das Steuer herumreißen.

Die einst begehrten Yahoo-Aktien haben seit mehr als drei Jahren die 20-Dollar-Marke nicht mehr überschritten. Seit Jahren verliert Yahoo bei der Onlinewerbung Marktanteile an seine Konkurrenten Google und Facebook.

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