Valley Talk: Wie Facebooks Börsengang das Tal gepusht hat

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kolumneValley Talk: Wie Facebooks Börsengang das Tal gepusht hat

Kolumne von Matthias Hohensee

Als Mark Zuckerberg mit dem weltweit erfolgreichsten Sozialen Netzwerk Facebook an die Börse gegangen ist, hat das den Anlegern gar nicht gut getan. Dem Silicon Valley hingegen schon. Über das Tal der Auserwählten.

Egal, wie laut die Anleger klagen, für das Silicon Valley hat sich der Börsengang von Facebook ausgezahlt. Nicht nur für das sorgsam gehegte Image vom Tal der Auserwählten, in dem regelmäßig neue Milliardenunternehmen entstehen – trotz horrender Büromieten, maroder Straßen und Schulen sowie hoher Steuern und Gehälter. Das prosperierende Netzwerk aus Talenten, Gründern sowie Geld und Auftraggebern wiegt die Nachteile eindeutig auf.

Auch die lokale Bauwirtschaft profitiert. Denn das neue Hauptquartier des sozialen Netzwerks am Rande von Menlo Park, dessen Einfahrt ein nach oben gereckter "Mag ich" Daumen ziert, wird bald zu klein. So errichtet schräg gegenüber Stararchitekt Frank Gehry bis Ende 2014 einen zusätzlichen Bürokomplex, damit die Zahl der örtlichen Facebook-Mitarbeiter von heute 2200 auf 9000 im Jahr 2019 wachsen kann.

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Kapital hat Facebook reichlich. Elf Milliarden liegen immer noch auf der hohen Kante. Was wiederum die Fantasien von Startup-Gründern beflügelt, die an das soziale Netzwerk andocken wollen.

Die Immobilienpreise im Silicon-Valley steigen

Vieles erinnert an den Effekt des Google-Börsengangs vor neun Jahren, der nicht nur Unternehmer inspirierte und zusätzliches Wachstumskapital freisetzte, sondern auch die lokale Wirtschaft stimulierte. Auch wenn sich die Anbieter von Luxuslimousinen ein besseres Geschäft erhofft hatten. Doch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mag es einfach nicht, wenn Reichtum unverhohlen zur Schau gestellt wird.

Häuser sind ohnehin die bessere Geldanlage. Zumal, wenn sie wie Zuckerbergs Eigenheim in Palo Alto zu Rekord-Niedrigzinsen finanziert werden können. Die Immobilienpreise sind im Facebook-Google-Apple-Speckgürtel, der sich über 30 Kilometer zwischen Menlo Park, Palo Alto, Mountain View und Cupertino erstreckt, nie richtig eingebrochen. Und derzeit kräftig am Steigen. In Menlo Park, der neuen Heimat von Facebook, haben sie seit dessen Börsengang vor einem Jahr nochmals um zehn Prozent zugelegt.

Anleger allerdings, die sich vor einem Jahr zum Facebook-Börsengang mit Aktien des sozialen Netzwerks eindeckten, kennen bislang nur den gegenteiligen Effekt. Der Einführungskurs stürzte von 38 auf 17,5 Dollar ab. Seitdem ist der Kurs wieder auf 26 Dollar gestiegen, obwohl sich seit dem Börsengang die Zahl der frei handelbaren Aktien verfünffacht hat.

Trotz des Kursrutschs ist die Aktie immer noch sehr teuer. Der Facebook-Börsenwert beträgt etwa das 13-Fache des Vorjahresumsatzes. Bei Google hingegen liegt er nur beim Fünfeinhalbfachen des Umsatzes.

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