Verdi: IBM will entlassene Mitarbeiter nach Protest wieder einstellen

Verdi: IBM will entlassene Mitarbeiter nach Protest wieder einstellen

, aktualisiert 27. Juli 2017, 08:13 Uhr
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Der US-Konzern hatte nach Verdi-Angaben im vergangenen September etwa 600 Mitarbeitern gekündigt.

Quelle:Handelsblatt Online

IBM hat mit seinem Stellenabbau heftige Widerstände ausgelöst und muss seine bisherigen Pläne überdenken. Gegen die mehr als 100 erfolgreichen Kündigungsschutzklagen legte der Konzern laut Verdi keine Revision ein.

IBM kann seinen Stellenabbau in Deutschland wegen heftigen Widerstands der Gewerkschaft Verdi und entlassener Mitarbeiter nicht wie ursprünglich geplant umsetzen. Die Unternehmensleitung hat nach Verdi-Angaben auf die Revision gegen etwa 150 erfolgreiche Kündigungsschutzklagen ehemaliger Mitarbeiter verzichtet. „Das ist ein sehr gutes Signal in Richtung Beschäftigte, das von Verdi hart erkämpft wurde“, sagte der für IBM zuständige Tarifsekretär Bert Stach der Deutschen Presse-Agentur.

Von der IBM-Deutschlandzentrale im baden-württembergischen Ehningen kam weder eine Bestätigung noch ein Dementi – das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme mit dem Hinweis ab, es handle sich um Betriebsinterna. Laut Verdi waren hauptsächlich IBM-Standorte in Hannover und NRW vom Personalabbau betroffen gewesen, doch Kündigungen hatte es auch in München und andernorts gegeben.

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Insgesamt hatte der US-Konzern nach Verdi-Angaben im vergangenen September etwa 600 Mitarbeitern gekündigt, 300 weitere hatten vorher einen Sozialplan akzeptiert. Von den 600 Entlassenen zog die Hälfte vor Gericht, bei vielen Verfahren zog IBM in erster Instanz den Kürzeren.

So viel verdienten einzelne Berufsgruppen

  • Der Gehaltsreport 2017

    Für den aktuellen Gehaltsreport hat die Jobseite Stepstone die Gehaltsdaten von rund 50.000 Fach- und Führungskräfte ausgewertet, die an einer Online-Befragung teilgenommen haben. Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Bruttojahresgehälter mit allen variablen Bezügen (Boni, Prämien, Weihnachtsgehalt usw.). Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden nur Angaben von Arbeitnehmern in Vollzeit berücksichtigt.

    Die Durchschnittsgehälter sind außerdem nach Unternehmensgröße gestaffelt: kleine Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern, mittlere Unternehmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern und große Unternehmen ab 1000 Mitarbeitern.

  • Ärzte

    Unabhängig von der Fachrichtung und der Position, verdienen Ärzte in kleinen Krankenhäusern im Schnitt 79.434 Euro brutto im Jahr. In mittleren Kliniken sind es 90.194 Euro. Überraschend: In großen Krankenhäusern mit mehr als 1000 Angestellten liegt das durchschnittliche Gehalt eines Arztes nur noch bei 83.570 Euro brutto.

  • Juristen

    Rechtsanwälte in kleinen Kanzleien können - unabhängig vom Rechtsgebiet - mit einem Durchschnittsgehalt von 51.625 Euro brutto im Jahr rechnen. Bei den Juristen gilt laut der Statistik: Je größer, die Kanzlei, desto höher die Bezüge. In mittleren Häusern gibt es 69.417 Euro brutto, in den ganz großen 78.947 Euro im Jahr.

  • Banker

    Auch bei Banken spielt die Größe eine Rolle: Wer in einer kleinen Bank arbeitet, bekommt im Mittel 65.772 Euro brutto im Jahr. In einem ganz großen Haus sind es dagegen im Schnitt 75.574 Euro brutto.

  • Ingenieure

    Ingenieure verdienen in Deutschland im Jahr zwischen 58.741 Euro brutto und 72.531 Euro brutto - abhängig von der Größe des Unternehmens. Fachrichtungen, Dienstalter und Position sind hierbei nicht berücksichtigt.

  • Informatiker

    Auch in der IT-Branche spielt es nicht nur eine Rolle, was man kann, sondern für wen man arbeitet: In kleinen Unternehmen gibt es im Schnitt 55.781 Euro brutto, in großen 70.407 Euro brutto.

  • Controller

    Ähnlich groß ist die Spanne im Finanz- und Rechnungswesen: Im kleinen Betrieb bekommen Controller durchschnittlich 55.394 Euro brutto, in mittleren sind es 60.542 und in großen Unternehmen 70.213 Euro.

  • Vertriebsmitarbeiter

    Die Mitarbeiter aus dem Vertrieb und Verkauf, die an der Umfrage teilgenommen haben, bekamen im Schnitt 52.117 Euro brutto im Jahr, wenn sie in einem kleinen Unternehmen tätig waren. Bei mittleren Unternehmen gab es im Schnitt 60.150 Euro und 67.959 bei großen Arbeitgebern.

  • Versicherungsmitarbeiter

    Angestellte aus dem Versicherungswesen bekamen im Durchschnitt 50.291 Euro brutto in kleinen und 61.409 Euro brutto in großen Unternehmen.

  • Naturwissenschaftler

    Wer vergangenes Jahr in der naturwissenschaftlichen Forschung und dem Labor gearbeitet hat, verdiente zwischen 50.067 und 63.318 Euro brutto - abhängig von der Größe des Arbeitgebers.

  • Marketingexperten

    Angestellte aus Marketing und Kommunikation verdienten im vergangenen Jahr zwischen 46.771 und 63.051 Euro brutto.

  • Personaler

    HR-Experten und Angestellte aus dem Personalwesen verdienten im letzten Jahr zwischen 50.028 und 60.741 Euro brutto.

  • Einkäufer

    Mitarbeiter aus Einkauf und Logistik bekamen im Durchschnitt 45.958 Euro in kleinen, 54.767 Euro in mittleren und 63.978 Euro brutto in großen Unternehmen.

  • Architekten

    Designer und Architekten beziehungsweise deren Angestellten verdienten im letzten Jahr zwischen 41.542 und 60.420 Euro brutto.

  • Techniker

    Mitarbeiter mit einem technischen Ausbildungsberuf verdienten vergangenes Jahr zwischen 46.310 Euro und 57.924 Euro brutto.

  • Handwerker

    Im Handwerk verdienten Mitarbeiter vergangenes Jahr durchschnittlich zwischen 36.161 und 43.807 Euro, je nach Größe des Betriebs.

  • Sekretärinnen

    Mitarbeiter aus dem Bereich Administration und Sekretariat verdienten zwischen 37.962 und 47.948 Euro brutto im Jahr.

  • Lehrer und Erzieher

    Wer im Bereich Bildung und Soziales arbeitet, verdiente vergangenes Jahr zwischen 37.962 und 45.971 Euro brutto.

  • Pfleger und Therapeuten

    In den Bereichen Pflege, Therapie und Assistenz gab es zwischen 32.638 Euro und 41.798 Euro brutto im Jahr.

Zuletzt waren laut Verdi noch 150 Revisionsverfahren anhängig. Laut Gewerkschaft sagte IBM diesen Ex-Mitarbeitern die Wiedereinstellung zum 1. August zu, sofern sie nicht doch noch ein finales Angebot zum Ausscheiden akzeptieren. „Unsere Kündigungsschutzklagen waren zu hundert Prozent erfolgreich“, sagte Stach.

Quelle:  Handelsblatt Online
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