Verkauft an Lenovo: Google trennt sich von Handy-Sparte Motorola

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Verkauft an Lenovo: Google trennt sich von Handy-Sparte Motorola

Der teuerste Einkauf der Firmengeschichte hat Google Verluste in Milliardenhöhe beschert. Immerhin behält der Internetkonzern die wichtigen Patente für sein Android-Betriebssystem. Käufer Lenovo steigt mit dem Deal zum Big Player für Computer und Handys auf.

Google verkauft seine defizitäre Handy-Sparte Motorola an den chinesischen Computerhersteller Lenovo. Der Kaufpreis beträgt 2,9 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Im größten Deal seiner 15-jährigen Firmengeschichte hatte der Internetkonzern Motorola im Mai 2012 erworben. Damals betrug der Kaufpreis 12,4 Milliarden Dollar (9,1 Milliarden Euro).

Motorola verzeichnete seitdem knapp zwei Milliarden Dollar Verlust und hat sein Personal von 20.000 auf rund 3800 Mitarbeiter reduziert. Die Home-Business-Sparte von Motorola wurde bereits im vergangenen Jahr für 2,35 Milliarden Dollar (1,71 Milliarden Euro) an die Arris-Gruppe veräußert.

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Google behält nach dem jetzigen Verkauf allerdings die meisten der Motorola-Patente, um sich die Rechte für sein weit verbreitetes Betriebssystem Android für Handys und Tablets zu sichern. Die Kontrolle über die Motorola-Patente war auch der Hauptgrund für Google-Chef Larry Page gewesen, 2012 den größten Deal der Firmengeschichte einzufädeln. Schon damals hatten Analysten den Kauf als unnötig gesehen. Die Reaktion auf die Nachricht vom Verkauf war positiv: Die Google-Aktie stieg an der Wall Street um 2,5 Prozent.

Immerhin 2000 Motorola-Patente gehen noch an Lenovo, zusätzlich zur gesamten Telefonproduktion. Lenovo ist der größte PC-Hersteller Chinas und war im vergangenen Jahr mit einem weltweiten Marktanteil von 17 Prozent auch international Spitzenreiter.

Experten gehen davon aus, dass das Unternehmen nun auch ein Big Player bei den Smartphones werden will, die PCs und Laptops zunehmend Marktanteile abnehmen. Bereits im vergangenen Jahr war Lenovo als möglicher Käufer für den kriselnden Telefonhersteller Blackberry gehandelt worden.

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Mit dem Motorola-Erwerb gibt sich Lenovo jedoch nicht zufrieden. Das Unternehmen plant zudem, den Kauf eines großen Teils der Server-Sparte von IBM für 2,3 Milliarden Dollar, wie es vergangene Woche ankündigte.

Lenovo versprach, keine weiteren Arbeitsplätze abzubauen und den Motorola-Hauptsitz in Libertyville im US-Staat Illinois beizubehalten. Auch das Management soll im Amt bleiben. „Wir kaufen dieses Unternehmen, wir kaufen dieses Team als unseren Schatz“, erklärte Lenovo-Vorstandschef Yang Yuanqing am Mittwoch in einer Telefonkonferenz.

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