Vodafone-Deal belastet: Kabel Deutschland macht weniger Gewinn

Vodafone-Deal belastet: Kabel Deutschland macht weniger Gewinn

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Ein Blick in einen Shop von Kabel Deutschland. Trotz Belastungen durch die Vodafone-Übernahme wächst das Unternehmen.

Nach roten Zahlen im zweiten Quartal belastet die Übernahme durch Vodafone auch weiter die Bilanz von Kabel Deutschland. Trotzdem läuft das Geschäft gut, der Konzern kann weiter Zuwachs bei den Kunden verbuchen.

Die Spätfolgen der milliardenschweren Übernahme durch Vodafone lasten abermals auf der Bilanz von Kabel Deutschland. Im Zeitraum von Oktober bis Ende Dezember sank der Überschuss um gut die Hälfte auf 32,9 Millionen Euro, teilte Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber am Mittwoch mit. Grund sind unter anderem Steuergutschriften, die wegen des Kaufs nicht mehr wie geplant eingelöst werden können.

Daneben seien Zahlungen der Deutschen Telekom für die Netznutzung nicht wie üblich in dem Drei-Monatszeitraum verbucht worden, sondern früher, sagte ein Kabel-Deutschland-Sprecher. Im Vorquartal war der Münchner Konzern wegen der hohen Kosten für die Übernahme sogar in die roten Zahlen gerutscht.

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Vodafone hatte Kabel Deutschland im Oktober inklusive Schulden für knapp elf Milliarden Euro geschluckt. Der britische Telefon-Riese will durch den Kabel-Deal ein Schwergewicht mit superschnellen Datennetzen im Mobilfunk und Festnetz in Deutschland schaffen und Marktführer Deutsche Telekom Kunden abjagen.

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Unterdessen läuft das Geschäft bei Kabel Deutschland weiter rund. Die Zahl der Kunden, die über den Kabelanschluss auch telefonieren und im Internet surfen, stieg im abgelaufenen Quartal um 18 Prozent auf 2,19 Millionen. Insgesamt versorgt das Unternehmen 8,4 Millionen Haushalte in 13 Bundesländern mit Fernsehen. Der operative Gewinn (bereinigtes EBITDA) stieg um fünf Prozent auf 231 Millionen Euro. An der Prognose hält Konzernchef Adrian von Hammerstein fest: Für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr werde neben einer EBITDA-Marge von 48 Prozent ein Umsatzplus zwischen fünf und sechs Prozent angepeilt.

In den vergangenen neun Monaten betrug das Erlös-Plus vier Prozent. Es sind die letzten Zahlen, die von Hammerstein vorlegt. Der langjährige Chef nimmt nach dem Kauf durch Vodafone Ende März seinen Hut. Seine Nachfolge tritt Manuel Cobero an, derzeit Vorstand für das Tagesgeschäft.

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