Vodafone und Telekom einig: Internetgewinne ungerecht verteilt

Vodafone und Telekom einig: Internetgewinne ungerecht verteilt

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Vodafone und Telekom sind sich einig: Sie verdienen zu wenig am Internetgewinn.

Ungewohnte Einigkeit: Vodafone und Telekom beklagen, dass die Internetgewinne ungerecht verteilt sind. Die größten Konkurrenten: Google, Facebook und Co, die die Gewinne bereits im Silicon Valley abschöpfen.

Ungewohnte Einigkeit zwischen Vodafone und Telekom: Die Vorstandschefs der beiden konkurrierenden Telefon-Konzerne beklagen, dass sie am Aufschwung des Internets zu wenig verdienen. Dass die stark regulierten Telekommunikationsfirmen mit Milliardenaufwand die Netze bauten, auf deren Basis Internet-Unternehmen wie Google oder Facebook dann gewaltige Gewinne machten, bereite ihm große Sorgen, sagte Vodafone-Chef Vittorio Colao der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). "Die Internetdienste nehmen uns kein Geschäft weg, aber sie nehmen uns Dienste weg", sagte der Konzernchef. Die Internetfirmen verdienten ihr Geld mit Werbung. "Die kapitalisieren die Daten, die sie bekommen. Das dürfen wir als Telekommunikationsanbieter nicht."

Die beiden Welten wüchsen zusammen, das erfordere eine neue, einheitliche Regulierung mit gleichen Regeln für alle. "Unter den Telekommunikationsanbietern herrscht enormer Wettbewerb. In der Internetwelt gilt dagegen: 'The winner takes it all'."

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Auch die Telekom ärgert sich, dass Google, Facebook und Co die Datennetze mit Videos und Bildern fluten, die Bonner daran aber kaum mitverdienen. "Wir sind die einzigen, die die Infrastruktur bauen, die Grundlage für die heutige digitale Ökonomie ist", hatte Telekom-Chef Tim Höttges erst am Donnerstag gesagt. Ein Großteil der Gewinne werde aber bereits im Silicon Valley abgeschöpft. "Die Telekom-Branche in Europa ist zusammen so viel Wert wie Google", klagte er über die Bewertung der Firmen an der Börse. Deshalb sucht die Telekom händeringend nach Wegen, um mit ihren Netzen mehr Geld zu verdienen.

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Die Bundesregierung will Milliardensummen aus der bevorstehenden Veräußerung von Mobilfunk-Frequenzen für den Ausbau des Breitbandnetzes verwenden. Die Erlöse sollten "zu einem großen Teil wieder in die digitale Wirtschaft zurückfließen", sagte Infrastrukturminister Alexander Dobrindt am Freitag bei einem Treffen mit Telekommunikationsfirmen und Kabelnetzbetreibern in Berlin. Mit ihnen beriet der Minister erstmals über Wege für ein deutschlandweites schnelles Internet.

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