Watchever: Vivendi schließt seinen deutschen Videodienst

Watchever: Vivendi schließt seinen deutschen Videodienst

, aktualisiert 22. Juli 2016, 11:41 Uhr
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Der Medienkonzern schließt sein deutsches Videoangebot Watchever.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Wettkampf auf dem Markt für Videostreaming hat ein erstes Opfer gefunden. Der Medienkonzern Vivendi schließt sein Portal Watchever. Der Dienst konnte sich nicht gegen Netflix, Maxdome oder Amazon durchsetzen.

Paris/BerlinDer französische Medienkonzern Vivendi schließt seinen deutschen Online-Videoanbieter Watchever zum Ende des Jahres. Ein entsprechender Bericht der französischen Wirtschaftszeitung „Les Échos“ wurde der Deutschen Presse-Agentur am Freitag aus informierten Kreisen bestätigt. Betroffen seien etwas weniger als 20 Mitarbeiter in Berlin, die Sozialpartner seien bereits informiert. Der Mutterkonzern wollte die Angaben nicht kommentieren.

Vivendi hatte Watchever 2013 gegründet. Es ist ein Streaming-Dienst wie die rivalisierenden Angebote Netflix oder Maxdome, bei dem Videoinhalte für eine monatliche Abo-Gebühr direkt aus dem Netz abgespielt werden.

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Es hieß nun weiter, dass die Technologie von Watchever für andere Angebote genutzt werden solle. Watchever konnte in Deutschland laut Branchenexperten nur geringe Marktanteile generieren. Zu den starken Rivalen gehört auch der Online-Händler Amazon, bei dem ein Videostreaming-Angebot in den Abo-Dienst Prime integriert ist.

Vivendi hatte im April eine Allianz mit dem italienischen Mediaset-Konzern von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi angekündigt, um eine gemeinsame Plattform zum weltweiten Vertrieb von TV-Inhalten zu schaffen. In französischen Medien war von einem „europäischen Netflix“ die Rede.

Quelle:  Handelsblatt Online
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