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kolumne Werbesprech: Mark Zuckerbergs Erfolgsregeln

Kolumne von Ralf Schwartz

Die alten Rezepte funktionieren nicht mehr. Heute regieren Google, Facebook, Apple und Amazon, die Regeln des Internets sind tonangebend. Keine Marke kann es sich leisten, sich davor zu verschließen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg Quelle: dapd
Unternehmen müssen sich heutzutage an die Regeln des Internets halten um erfolgreich zu sein. Quelle: dapd

Mit Mark Zuckerberg (und Facebooks Börsengang) erschüttert nach Apple, Google, Amazon und vielen anderen ein weiteres Unternehmen mit Hilfe des Internets und neuer Geschäftsmodelle unsere einst so beschauliche Wirtschaftswelt. Dies gerade heutzutage, da sich die Erde schneller denn je unter unseren Füßen weiterdreht.

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Immer seltener funktionieren und immer seltener gelten die alten Erfolgsregeln. Neuestes Beispiel: Mit Jack Welch irrt einer der wichtigsten Top-Manager der alten Welt, wenn er Mark Zuckerberg empfiehlt, nach dem Facebook-Börsengang so schnell als möglich Beurteilungssysteme, Prozesse, Strukturen und Bonussysteme einzuführen.


Alte Denkmuster, Strukturen und Prozesse widersprechen der heute notwendigen Flexibilität. Auch Schlecker, Mediamarkt, Deutsche Telekom, RWE, Deutsche Bank und Deutsche Bahn haben all die (Denk-)Strukturen nicht geholfen, die sie aus ihren erfolgreichen Zeiten als Monopolisten, Marktführer oder Staatsunternehmen in die Gegenwart herüberretten konnten. Die neue Welt funktioniert anders, offen, flexibel, transparent, dialog- und nutzenorientiert.

Statt sich Erfolg schönzureden, sollte man sich fragen: Wie erfolgreich hätten wir sein können!? Alle Unternehmen haben das gleiche Problem: Sie haben auf ihrem Zenith aufgehört, sich zu entwickeln, sie sind faul und träge geworden, sie haben das Internet und das Digitale viel zu lange vernachlässigt.

Was hätte sein können

Verlage hätten Google erfinden können, Mediamarkt hätte ein deutsches Elektro-Amazon werden können, die Deutsche Bank hätte Mobile Payment und Micro-Credits entwickeln oder einführen können, die Bahn könnte Mobilitätskonzepte anbieten und eMobilität vorantreiben, RWE hätte vor zehn Jahren aus der Atomkraft aussteigen und heute Weltmarktführer in grüner und nachhaltiger Technologie sein können, Schlecker könnte DER deutsche eCommerce-Händler sein, und und und.

Statt die Realitäten der Welt dort draußen zu ignorieren, sollte man konstatieren, was inzwischen auch der BMW-Chef erkennt: "Die alten Rezepte funktionieren nicht mehr".

Wie aber soll man dies den alten 'arroganten', 'ignoranten' und 'intoleranten' Strukturen und 'Best Practices' klarmachen, die sich eben auch genau dies nicht sagen lassen wollen? Marktforschung wurde ausgeschlossen, Benchmarking nur am Wettbewerb durchgeführt, aufstrebende Wettbewerber nicht im „Relevant Set“ aufgenommen, Märkte konservativ definiert.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.02.2012, 09:50 Uhrralfschwartz

    Sag ich doch ;)
    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/deutsche-bahn-bruessel-erzwingt-wettbewerb/6233664.html

  • 15.02.2012, 10:47 Uhrralfschwartz

    "Der große Vorteil von Google ist ja, dass sie wissen wonach Menschen sich sehnen. Tja und das werden sie Zug um Zug auch irgendwann in Produkte verwandeln. Echt eine sensationelle Pole Position! (nur mal wieder so nebenher bemerkt)"
    https://plus.google.com/u/0/101509481216311946430/posts/eG5jwaN7mDF

  • 15.02.2012, 09:13 Uhrralfschwartz

    Bei Facebook wird schon fleißig diskutiert:
    https://www.facebook.com/ralf.schwartz/posts/240569746027851

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