Wettbewerbsverfahren: Google-Konkurrent weist Angebot zurück

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von Thomas Stölzel

Im EU-Wettbewerbsverfahren gegen Google kündigt der Chef des Kartografiedienstes hot-map.com an, er werde das Angebot Googles voraussichtlich als nicht ausreichend zurückzuweisen, Google-Dienste wie Google Maps in der Präsentation von Suchergebnissen besonders zu kennzeichnen.

„Das hilft Wettbewerbern nicht, solange Google sie weiter unten versteckt“, sagte hot-map-Chef Michael Weber.
Die Kläger wollen die EU-Kommission nun um Entwürfe der künftigen Suchseite bitten. „Selbst Details wie die Schriftfarbe können die Klickrate um 50 Prozent senken“, sagte Weber. Es werde deshalb auch eine Marktumfrage geben. Weber ist an einer schnellen Lösung interessiert. Ein ewiges Verfahren nütze den Klägern nichts. Sie wollen den Wettbewerb im Netz wiederbeleben und Google zwingen, eigene Dienste nach denselben Kriterien in der Suche einzusortieren wie die der Wettbewerber.

Die EU warf Google schon 2010 vor, bei der Darstellung von Suchergebnissen eigene Angebote zu bevorzugen. Das gilt vor allem für Spezialangebote wie Preisvergleichsseiten, Landkarten, Börseninformationen und Restaurantbewertungen. Für solche Dienste gibt es Suchmaschinen wie Qype, Openstreetmap, maps.com und hot-map.com, die mit ähnlichen Google-Diensten konkurrieren.

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