Wincor Nixdorf: Gut gewappnet gegen Scheitern der Übernahme

KommentarWincor Nixdorf: Gut gewappnet gegen Scheitern der Übernahme

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Vorstandschef Eckard Heidloff hat heute besser als erwartete Zahlen für Wincor Nixdorf präsentiert.

von Michael Kroker

Vor allem beim Ergebnis will Wincor Nixdorf, Hersteller von Geldautomaten und Registrierkasse,n im neuen Geschäftsjahr wieder zulegen. Dies hilft auch, falls der Zusammenschluss mit Rivale Diebold noch scheitert.

Zum ersten Mal seit langem gab’s für Eckard Heidloff so etwas wie Genugtuung, zumindest leichte: Bei der heutigen Vorlage der Zahlen für das zum 30. September abgelaufene Geschäftsjahr 2014/15 hatte der Vorstandschef des angeschlagenen Geldautomatenbauers Wincor Nixdorf nämlich bessere Zahlen im Gepäck als zuletzt erwartet.

So lag der Umsatz mit rund 2,4 Milliarden Euro nur um zwei Prozent niedriger als im Geschäftsjahr davor. Der Gewinn fiel deutlich von zuvor 104 Millionen Euro auf nunmehr 8 Millionen Euro. Der Großteil davon entfällt aber auf das im Frühjahr eingeleitete Restrukturierungsprogramm, das Aufwendungen in Höhe von 80 Millionen Euro nach sich zieht.

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Doch damit nicht genug: Bereits in dem seit 1. Oktober laufenden Geschäftsjahr 2015/16 will Heidloff die ersten Früchte des Konzernumbaus ernten und erwartet eine Trendumkehr in der Geschäftsentwicklung: „Besonders auf der Ergebnisseite fühlen wir uns in unserem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr durch ein positiv angelaufenes erstes Quartal bestärkt“, sagte Heidloff heute bei der Vorlage der Bilanz.

So soll der Umsatz von Wincor Nixdorf in diesem Jahr wieder leicht zulegen; das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) des Konzerns mit Sitz in Paderborn soll dagegen um satte 50 Prozent auf 150 Millionen steigen.

In den vergangenen Wochen wurde Heidloff wegen seines Schlingerkurs in Sachen Übernahme kritisiert: Lange Zeit hatte er behauptet, er wolle Wincor Nixdorf eigenständig halten. Mitte Oktober dann das Eingeständnis, die Paderborner stünden vor einem Zusammenschluss mit dem US-Rivalen Diebold, der das Unternehmen für rund 1,7 Milliarden Euro schlucken will und gerade die Bücher prüft.

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Zum Stand der Verhandlungen wollte sich Heidloff heute nicht äußern. Sollten die Wincor-Nixdorf-Zahlen im laufenden Geschäftsjahr aber tatsächlich wie prognostiziert eintreffen, würde dem Vorstandschef mehr als nur eine Trendwende gelingen: Das Unternehmen würde sich für den Fall wappnen, dass die Übernahme doch noch schief geht – sei es weil Diebold einen Rückzieher macht, sei es weil Aktionäre oder Wettbewerbshüter noch dazwischen gehen.

In der Tat deuten die nun veröffentlichen Zahlen an, dass Wincor Nixdorf im Fall der Fälle auch allein weitermarschieren könnte – genau dies war ja auch die Absicht Heidloffs bei der Ankündigung des Umbauprogramms im Frühjahr.

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