WWDC mit iOS 9, Mac OS und Beats: Was Apple am Montag vorstellt – und was fehlen wird

WWDC mit iOS 9, Mac OS und Beats: Was Apple am Montag vorstellt – und was fehlen wird

, aktualisiert 08. Juni 2015, 09:03 Uhr
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Apple-Chef Tim Cook bei einem Event des iPhone- und Mac-Herstellers.

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC stellt Apple wichtige Neuheiten vor, darunter iOS 9, ein Update für das Mac-Betriebssystem und einen Streaming-Dienst. Es zeichnet sich ab, dass der Konzern einige Fans enttäuschen wird.

Der Ort: Moscone Center, San Francisco. Das Datum: 8 Juni. Die Erwartungen: Hoch. Wenige Tage vor der Auftaktveranstaltung zur Apple-Entwicklerkonferenz WWDC brodelt die Gerüchteküche. Was Neuheiten angeht, hüllt sich der iPhone-Bauer traditionell in Schweigen. Wichtige Details sind dennoch durchgesickert. Ein Überblick.

iOS9 gilt als sicher

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Dass Apple während der Keynote am Montag die neue Version des Smartphone-Betriebssystems iOS enthüllt, gilt als sicher. Auch das Datum der Veröffentlichung ist eigentlich bekannt: Herbst 2015. Dann wird iOS9 wohl zunächst auf den neusten Versionen des iPhone 6 laufen, später aber auch für die älteren Varianten bereitgestellt werden. Der er sogenannte Legacy-Modus soll dafür sorgen, dass das Betriebssystem selbst auf betagteren Geräten wie dem iPhone 4S mit seinem schwächeren Prozessor ordentlich läuft.

Umsatzentwicklung digitaler Musikverkäufe

  • Download Singles

    2008: 47 Millionen Euro
    2013: 108 Millionen Euro
    2014: 100 Millionen Euro
    Veränderung 2013/14: -7,4 Prozent

    Quelle: Jahrbuch der Musikindustrie 2014

  • Download Album

    2008: 41 Millionen Euro
    2013: 147 Millionen Euro
    2014: 145 Millionen Euro
    Veränderung 2013/14: -1,2 Prozent

  • Streaming

    2008: 12 Millionen Euro
    2013: 61 Millionen Euro
    2014: 108 Millionen Euro
    Veränderung 2013/14: 78,6 Prozent

Das ist nicht nur für die Entwickler spannend, die ihre Apps auf das neue Betriebssystem ausrichten werden. Auch für den normalen Nutzer ändert sich einiges. So wird Apple wohl enthüllen was sich hinter dem Codenamen „Proactive“ verbirgt. Branchekenner gehen von einem Intelligenz-Update von der Spotlight-Suche und Sprachassistent Siri aus. Ähnlich wie Google Now reagieren iPhone und iPad bald abhängig vom Kontext und verknüpfen Kontakte, Termine und Apps.

So meldet sich der Dienst rechtzeitig vor Terminen, wenn ein Stau die Anfahrt länger macht oder ruft morgen automatisch die Mails auf, die man zum Start in den Tag regelmäßig benutzt.  

Mit dem Update soll auch Apples Kartendienst aufgewertet werden. Geplant sind etwa Informationen zum öffentlichen Nahverkehr in einigen Großstädten. Glaubt man der Gerüchteküche, könnte auch eine Augmented-Reality-Ansicht Einzug halten. Live-Bilder der Kamera-App würden dann mit zusätzlichen Informationen im Display angereichert werden.

Musikstreaming in Deutschland

  • Nutzer

    Laut einer Studie von Bitkom und Deloitte nutzen insgesamt 18 Millionen Deutsche Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer, Napster oder Soundcloud. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Nutzer verdreifacht. 2013 nutzten erst sechs Millionen Verbraucher Musikstreaming.
    Zudem ist Musik-Streaming deutlich bekannter als noch vor einem Jahr. Zwei von drei Internetnutzern (65 Prozent) kennen laut Studie Streaming-Dienste, 2013 war es nicht einmal jeder Dritte (30 Prozent).

    Quelle: Bitkom/ Deloitte: Studie Die Zukunft der Consumer Electronics – 2014

  • Wer hört Musik per Streaming?

    Bei den 14- bis 29-jährigen hört laut Bitkom nutzt fast jeder Zweite Streaming-Dienste (48 Prozent), von den 30- bis 49-Jährigen gut jeder Dritte (36 Prozent). Bei den 50- bis 64-Jährigen ist es immerhin mehr als jeder Fünfte (22 Prozent).

    Quelle: Bitkom/ Deloitte: Studie Die Zukunft der Consumer Electronics – 2014

  • Umsatz

    Der Umsatz aus abonnementbasierten und werbefinanzierten Streaming-Diensten hat sich laut dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI)  in Deutschland binnen eines Jahres nahezu verdoppelt: von 30,1 Mio. Euro in der ersten Hälfte 2013 auf 57,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2014 (+91 Prozent).
    Bis 2020 prognostizieren die Experten aber ein Wachstum bis auf 770 Millionen Euro.

    Quelle: Bundesverband Musikindustrie (BVMI)

  • Anbieter

    Aktuell stehen den Nutzern in Deutschland laut BVMI 15 Audiostreaming-Dienste zur Auswahl, die von den Musikfirmen lizenziert wurden und Musikflatrates anbieten. Hinzukommen mehrere Anbieter, die lizenzfreie Musik bieten.

Was für eine kleine Revolution bei der Benutzung sorgen dürfte: Die Gerüchte mehren sich, dass Apple mit iOS 9 die Force-Touch-Funktion einführt. Zumindest die Nachfolger der aktuellen iPhones und iPads könnten dann unterscheiden, wie kräftig der Nutzer das Display berührt. Ein fester Druck löst eine andere Aktion aus als eine sanfte Berührung. Auf der Apple Watch funktioniert das bereits.

Unsicher ist derweil, ob iOS 9 tatsächlich den erwarteten Splitscreen-Modus für iPads bringt. Dann Könnten zwei Apps auf dem iPad parallel auf dem Display genutzt  werden – ein riesiger Schritt in Sachen Produktivität.

Apple Music soll Spotify Konkurrenz machen

3,2 Milliarden Dollar hat Apple im vergangenen Jahr für den Kopfhörer-Hersteller Beats von Dr. Dre und Jimmy Iovine auf den Tisch gelegt. Ein Schritt, der Branchenkenner überraschte – bis klar wurde, dass die kultigen und teuren Kopfhörer gar nicht im Mittelpunkt des Deals standen.

Mit dem zuvor wenig erfolgreichen Musikdienst Beats will Apple in den boomenden Streamingmarkt einsteigen. In der Erwartung, dass die Zeit der Musikdownloads langsam zu Ende geht, nimmt der Konzern aus Cupertino dafür sogar in Kauf, sein Musikgeschäft über iTunes zu kannibalisieren.

Schon länger wird erwartet, dass Apple die Details zu seinem Musikdienst im Rahmen der WWDC vorstellt. Die Erwartungen sind hoch: Der Chef des Musik-Konzerns Sony Music, Doug Morris, erwartet "eine Flut, die allen Booten Auftrieb gibt". Soll heißen: Der Markteintritt von Apple - und die zu erwartenden Werbemillionen, die der Konzern hineinsteckt - werden Musikstreaming für die breite Masse interessant machen. Einen ähnlichen Abstrahleffekt erwarten Branchenkenner zum Beispiel auch von der Apple Watch.

Fest steht, dass der Nutzer für eine monatliche Abo-Gebühr Zugriff auf eine große Auswahl an Musiktiteln erhält. Einen durch Werbespots finanzierten Gratis-Zugang wird es erstmal nicht geben. Zudem ist der Dienst erstmal exklusiv für Apple-Geräte. Apps für Android oder Microsoft-Geräte sind vorerst nicht geplant.

So perfekt wie sich die Apple-Oberen den Start ihres Streamingdienstes wünschen, wird er aber offenbar nicht ablaufen. Branchenkenner berichten, dass die Vertragsverhandlungen mit den großen Labels zäh verliefen – und teils noch immer nicht abgeschlossen sind.

Wie die WirtschaftsWoche aus Insiderkreisen erfuhr, prüft Apple offenbar, beim Preis aggressiv aufzutreten. Der Dienst dürfte mit knapp neun Euro pro Monat einen Euro billiger sein als die knapp zehn Euro, die die Konkurrenten für ihren werbefreien Dienst verlangen. „Wenn kein Wettbewerbshüter protestiert, können es auch zwei Euro weniger werden“, heißt es in der Branche.

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