Yahoo: Internetriese legt Verkauf der Alibaba-Anteile auf Eis

Yahoo: Internetriese legt Verkauf der Alibaba-Anteile auf Eis

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Yahoo will seinen Anteil an Alibaba vorerst doch nicht verkaufen.

Könnte Yahoo bald kaum mehr sein als ein Mantel für eine Beteiligung am chinesischen Online-Riesen Alibaba? Medienberichten zufolge könnte statt der Alibaba-Anteile das Internet-Kerngeschäft abgestoßen werden.

Yahoo wird seinen milliardenschweren Anteil an der chinesischen Handelsplattform Alibaba laut Medienberichten vorerst doch nicht verkaufen. Der Internet-Konzern stoppte die seit Monaten vorbereitete Transaktion mit der Ausgliederung der Beteiligung in eine neue Firma. Stattdessen solle der Verkauf des Kerngeschäfts geprüft werden.

Das wäre ein Kehrtwende und würde eine Demontage für den Internet-Pionier bedeuten. Die Beteiligung von 15 Prozent an Alibaba wäre an der Börse nach aktuellem Kurs über 31 Milliarden Dollar wert und damit fast genauso viel wert wie ganz Yahoo.

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Hier dominiert Google nicht den Suchmaschinenmarkt

  • China

    Auf dem chinesischen Markt hat Google nicht fußgefasst. Mit einem Anteil von 0,37 Prozent steht es sogar hinter Bing zurück. Marktführer in China ist Baidu mit 56 Prozent des Markts, gefolgt von Qihoo 360, die 29 Prozent halten.

  • Südkorea

    Auch in Südkorea hat Google einen schlechten Stand. Nicht einmal zwei Prozent der Marktanteile kann Google auf sich vereinigen. Naver dominiert mit 77 Prozent der Anteile den Markt. Navers stärkster Konkurrent ist die lokale Suchmaschine Daum, die 18,8 Prozent inne hat.

  • Russland

    In Russland muss Google sich aktuell mit rund 30 Prozent des Markts zufrieden geben. Marktführer ist die russische Suchmaschine Yandex, die 60 Prozent der Marktanteile auf sich vereinnahmt. Dritt stärkste Macht in Russland ist Mail.ru, die sieben Prozent der Marktanteile haben.

  • Tschechien

    Da Google für den tschechischen Markt keine Zahlen veröffentlicht, ist nicht klar, wer Marktführer ist. Fest steht, dass die tschechische Suchmaschine Seznam bis 2010 den tschechischen Markt dominierte. Google hatte damals nur 20 Prozent der Marktanteile inne. Seznam beansprucht die Marktführerschaft bis heute. Branchenkenner schätzen Seznams Anteile zwischen 40 und 60 Prozent – Googles ebenfalls.

Yahoo wollte die Alibaba-Beteiligung verkaufen und den Erlös an seine Aktionäre ausschütten, heißt es in den Berichten. Doch auch kurz vor dem geplanten Abschluss der Transaktion Anfang kommenden Jahres bleibt unklar, ob sie steuerfrei umgesetzt werden kann. Die US-Steuerbehörde will das nicht garantieren.

Der Finanzinvestor Starboard Value, der ursprünglich Druck für den Verkauf des Alibaba-Anteils machte, forderte Yahoo deswegen Mitte November auf, stattdessen das Internet-Kerngeschäft abzustoßen. Yahoo hatte zuletzt bei der Vorlage von Quartalszahlen im Oktober bekräftigt, der Verkauf der Alibaba-Beteiligung werde vorangetrieben und man habe Wachstumspläne für das Geschäft als Internet-Konzern.

Yahoo Großaktionär will Verkauf des Kerngeschäfts

Beim Internet-Pionier Yahoo regt sich Widerstand auf Aktionärsseite gegen den geplanten Verkauf des Anteils an der chinesischen Handelsplattform Alibaba.

Großaktionär will Verkauf des Kerngeschäfts  Quelle: REUTERS

Der Verwaltungsrat von Yahoo hatte vergangene Woche demnach mehrere Tage lang über die Situation beraten. Konzernchefin Marissa Mayer versucht schon seit drei Jahren, das Internet-Kerngeschäft in Schwung zu bringen - bisher schwächeln die wichtigen Werbeerlöse aber weiterhin. Zusammen mit dem Anteil an Yahoo Japan wären die Beteiligungen sogar teurer als ganz Yahoo - das heißt, die Investoren sehen im Kerngeschäft des Internet-Dinos gar keinen Wert mehr.

Dennoch sollen mehrere Finanzinvestoren Interesse an dem Yahoo-Kern mit mehreren hundert Millionen Nutzern gezeigt haben. Auch der Telekom-Riese Verizon, der bereits den Konkurrenten AOL übernommen hatte, signalisierte die Bereitschaft zu einem Deal. Die Yahoo-Aktie legte nach dem ersten Bericht von CNBC nachbörslich um fast drei Prozent zu.

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