Yahoo und Microsoft: Schlechte Bewertung = Kündigung

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Yahoo und Microsoft: Schlechte Bewertung = Kündigung

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Marissa Mayer hat die Mitarbeiterbewertungen bei Yahoo eingeführt.

Yahoo-CEO Marissa Mayer setzt auf ein umstrittenes internes Bewertungssystem für Mitarbeiter. Rund 600 Mitarbeiter hat das schon den Job gekostet. Microsoft hingegen schafft das System wieder ab.

Der Schrecken vieler Mitarbeiter amerikanischer Konzerne heißt: Quarterly Performance Reviews (QPR), also vierteljährliche Bewertungen der Leistungen durch Führungskräfte. Die Mitarbeiter werden in Leistungsgruppen eingeteilt - die reichen von "Überragend" bis "Minderleister". Wer vom Chef in letztere Kategorie eingeordnet wird, muss oft mit einer Kündigung rechnen. Bei Yahoo hat das laut "All Things D" schon zu rund 600 Entlassungen geführt.

Dass sogenannte "Minderleister" in Unternehmen auf Dauer nicht bestehen können, ist nichts Neues. Die QPR-Methode ist aber umstritten, weil die Führungskräfte ihre Mitarbeiter oft einer Kategorie nach bestimmtem Prozentsatz zuordnen müssen - laut "All Things D" bei Yahoo zehn Prozent als "überragend" und fünf Prozent als "Minderleister".

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Das Problem: selbst wenn der Chef mit der Leistung eigentlich zufrieden ist, muss er manche Mitarbeiter als "Minderleister" einstufen. Dieses sogenannte "Forced Rankings"-Modell soll eigentlich dafür sorgen, dass die Chefs ihre Mitarbeiter nicht zu gut bewerten, kann aber zu ungewollten Kündigungen führen.

Auch Microsoft hatte das Ranking nach Prozentsatz 2006 eingeführt. Microsoft schafft die Methode jetzt ersatzlos ab, weil es im Konzern dazu geführt habe, dass immer mehr Mitarbeiter gegeneinander arbeiten, um im Ranking nach oben zu kommen. Manche Abteilungen hätten nicht mit schlechter bewerteten zusammenarbeiten wollen, um nicht abgestuft zu werden.

Jack Welche, der ehemalige CEO von General Electric, hat das System geprägt. Bei General Electric führte er die "20-70-10-Formel" oder "Regel von Sternen und Zitronen" ein. Die besten 20 Prozent seiner Mitarbeiter erhielten Boni, 70 Prozent wurden mit Seminaren gefördert und 10 Prozent mussten gehen. Der Konzern benutzte diese Regel jahrzehntelang in den USA. Viele Unternehmen schauen sich bis heute diese Methode ab - vergessen jedoch oft den Aspekt der Förderung. Experten raten außerdem, die Bewertung nicht zu einem Ereignis, sondern zu einem Prozess zu machen. Das würde kurzfristiges "einschleimen" verhindern.

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