YouTube-Chefin: Wojcicki will Probleme mit Werbekunden lösen

YouTube-Chefin: Wojcicki will Probleme mit Werbekunden lösen

, aktualisiert 30. März 2017, 16:23 Uhr
Bild vergrößern

Die Google-Videoplattform habe Maßnahmen getroffen, um Anzeigenkunden mehr Kontrolle darüber zu geben, wo ihre Werbung zu sehen sei.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Eklat um die Empörung wichtiger Werbekunden, die ihre Anzeigen neben extremistischen Inhalten entdeckt haben, ruft YouTube-Chefin Susan Wojcicki persönlich auf den Plan. Sie sucht nach Lösungen für das Problem.

BerlinYouTube arbeitet noch an einer Lösung für die Probleme mit Werbekunden, die verärgert sind, weil ihre Anzeigen neben extremistischen Videos auftauchten. Sie sei persönlich damit beschäftigt, sagte YouTube-Chefin Susan Wojcicki am Donnerstag in Berlin. Die Google-Videoplattform habe Maßnahmen getroffen, um Anzeigenkunden mehr Kontrolle darüber zu geben, wo ihre Werbung zu sehen sei, bekräftigte sie. Außerdem gebe es nun mehr Kategorien von Videos, neben denen grundsätzlich keine Werbung angezeigt werde.

Unter anderem die BBC, die amerikanischen Telekom-Konzerne Verizon und AT&T, der Konsumgüter-Riese Johnson & Johnson, Ford und die Bank JP Morgan Chase hatten Anzeigen bei YouTube ausgesetzt. Ein Teil des Problems ist, dass Werbeplätze im Umfeld von YouTube-Videos weitgehend automatisiert über diverse Marktplätze befüllt werden.

Anzeige

Gleichzeitig war YouTube dafür kritisiert worden, dass ein Algorithmus für eine Jugendschutz-Version der Plattform LGBT-Inhalte (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transgender) herausfilterte. „Das war auf keinen Fall unsere Absicht“, betonte Wojcicki im Gespräch mit „Wirtschaftswoche“-Chefredakteurin Miriam Meckel. Zugleich seien die beiden Probleme zwei Seiten einer Medaille: In einem Fall habe YouTube zu wenig gefiltert, im anderen zuviel.

Wojcicki sprach sich gegen gesetzliche Regelungen aus, die - wie gerade in Deutschland geplant - Online-Dienste verpflichten würden, auf eigene Faust rechtswidrige Inhalte zu finden und zu löschen. „Solche Gesetzgebung führt dazu, dass zuviel zensiert wird, dass Plattformen Inhalte entfernen, die nicht entfernt werden sollten“, sagte Wojcicki.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%