YouTube Red: Kostenpflichtiges Videoportal attackiert Netflix und Co.

YouTube Red: Kostenpflichtiges Videoportal attackiert Netflix und Co.

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YouTube-Manager Robert Kyncl hat gestern in Los Angeles den Video-Bezahldienst "YouTube Red" vorgestellt.

von Michael Kroker

In den USA startet die Videotochter von Google den kostenpflichtigen Video-Streamingdienst YouTube Red ohne Werbung. Ob das im Konkurrenzkampf mit Streaming-Diensten wie Netflix reicht, ist aber fraglich.

Über ein entsprechendes Angebot hat die Branche schon seit längerem spekuliert – gestern hat YouTube-Manager Robert Kyncl dann in Los Angeles die Katze aus dem Sack gelassen: Die Videotochter von Google startet am 28. Oktober unter dem Label YouTube Red einen Abo-Bezahldienst für Filminhalte, und zwar zunächst nur in den USA für eine Monatsgebühr von 9,99 Dollar.

Dafür können die Kunden zum einen alle YouTube-Videos komplett werbefrei. Zudem können Nutzer Videos auch herunterladen und zu einem späteren Zeitpunkt offline anschauen. Zudem erhalten Abonnenten auch noch unbegrenzten auf Googles Musik-Streaming-Dienst Play Music. Und schließlich möchte YouTube den Dienst auch durch exklusive Video-Inhalte aufpeppen.

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Breitband Quelle: dpa

Ganz ähnlich also wie andere Video-Streaming-Dienste, allen voran das seit einem Jahr auch in Deutschland erhältliche Netflix, Amazon mit seiner inzwischen ebenfalls um Videos aufgepeppten Liefer-Flatrate Amazon Prime oder der US-Dienst Hulu. So hat beispielsweise Netflix mit selbst produzierten Fernsehserien wie etwa „Breaking Bad“, „House of Cards“ oder „Orange ist the new black“ einen regelrechten Hype dies- wie jenseits des Atlantiks erzeugt – und damit zum Ende des dritten Quartals 2015 mehr als 66 Millionen zahlende Kunden rund um den Globus anziehen können.

Schwer vorstellbar, dass YouTube dies auch gelingt – zumindest kurzfristig nicht. Zwar hat die Plattform insgesamt mehrere hundert Millionen Abonnenten diverser bisher kostenloser Videokanäle von YouTube-Stars. Ob sich aber insbesondere junge Nutzer, welche bisher die Hauptzielgruppe von erfolgreichen Kanälen wie PewDiePie oder The Fine Brothers sind, so leicht in zahlenden Kunden umwandeln lassen, ist fraglich.

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Schließlich ist der nächste kostenlose YouTuber nur einen Klick entfernt. Und auch beim Preis scheint YouTube Red wenig attraktiv: In den USA liegt ist die Monatsgebühr etwa bei Netflix und Hulu noch niedriger als beim neuen Dienst – dafür können Kunden dort neben den Eigenproduktionen auch zahlreiche Blockbuster-Kinofilme und sonstige Erfolgsserien anschauen.

Trotz der geballten Marktmacht von Google und Tochter YouTube – allzu schnell werden sie den Vorsprung der Video-Rivalen nicht aufholen.

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