Zuständig für Apple-Stores: Burberry-Chefin wechselt zum iPhone-Riesen

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Zuständig für Apple-Stores: Burberry-Chefin wechselt zum iPhone-Riesen

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Angela Ahrendts verlässt Burberry und übernimmt die Verantwortung von mehr als 400 Apple Stores weltweit, sowie dem Online-Geschäft

von Yvonne Esterházy

Angela Ahrendts, eine der erfolgreichsten Managerinnen der Welt, verlässt das britische Luxuslabel Mitte 2014 in Richtung Silicon Valley. Wie wird sie Apple auf die Sprünge helfen?

Die Amerikanerin Angela Ahrendts kehrt in die USA zurück, um bei Apple in Kalifornien die neu geschaffene Stelle des "Head of Retail Operations" zu übernehmen, sie wird künftig für die weltweit mehr als 400 Apple Stores und das Online-Geschäft verantwortlich sein. Damit besetzt der US-Konzern endlich den seit rund einem Jahr vakanten Job an der Spitze seines weltweiten Einzelhandelsnetzes und das mit einer äußerst hochkarätigen Kandidatin, die als Senior Vice President direkt an Apple-CEO Tim Cook berichten wird. Die Frage ist deshalb - wird sich Ahrendts auf die Dauer mit der Stelle als Nummer Zwei begnügen oder ganz nach oben streben?

2012 hatte sie bei Burberry inklusive Gehalt, Bonus und realisierter Aktienverkäufe eine Jahresvergütung von knapp 17 Millionen Pfund - umgerechnet knapp 20 Millionen Euro - eingestrichen und war der bestbezahlteste Vorstandschef Großbritanniens, sie stellte damit alle Banker und Industriechefs des Vereinigten Königreiches in den Schatten. "Ich habe die Wirkung, die die Innovationen und der Service der Apple-Produkte auf das Leben der Menschen haben, immer bewundert und hoffe, dass ich zum Erfolg des Unternehmens und zu seiner Führungsrolle bei der Veränderung der Welt, beitragen kann", so das ehrgeizige Statement Ahrendts am Dienstag früh. Konkrete Details dürften später folgen.

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Quelle: AP

Neuer Burberry-Chef wird Christopher Bailey, der seit sechs Jahren an Ahrendts Seite als Kreativ-Chef die Erfolge des Luxuslabels mitbestimmt hatte. Der damals 29-jährige Brite war 2001 zu Burberry gekommen. Bailey wird in Personalunion auch künftig als "Creativ Officer" des Modekonzerns fungieren. Die Londoner Börse scheint die Rochade an der Burberry-Spitze und die neue Doppelrolle Baileys allerdings nicht zu schätzen: die Notierung der Luxus-Aktie fiel im frühen Geschäft um 6,5 Prozent.

Seit Ahrendts im Jahr 2006 von der Amerikanerin Rose Marie Bravo die Burberry-Führung übernahm, hatte sich der Aktienkurs verdreifacht. Denn Ahrendts gelang es, die mit Imageproblemen kämpfende Marke mit dem berühmten Karomuster wieder aufzupeppen und sie gleichzeitig hip und luxuriös zu machen. Außerdem hatte sie - vor allem in den USA, Lateinamerika und China - eine aggressive Expansionsstrategie eingeleitet und den Vertrieb neu organisiert, was sich positiv in der Bilanz niederschlug. "Burberry ist in brillanter Form, es hat das beste Managementteam der Branche und hat sich erfolgreich zu einem dynamischen digitalen globalen Einzelhändler entwickelt", schwärmte Ahrendts. Doch gleichzeitig warnte sie, das externe Umfeld sei schwieriger geworden und die Devisenmärkte volatil. Letzte Woche hatte sie bereits gewarnt, dass sich die Branche auf ein schwächeres Wachstum in China einstellen müsse. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres stieg der Gesamtumsatz um 14 Prozent auf 1,03 Milliarden Pfund.

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