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Kaffeekonzerne: Tchibo will Umbau bis 2010 abschließen

von dpa

Der Kaffee- und Handelskonzern Tchibo will bis zum Jahr 2010 das Unternehmen grundlegend reformieren und damit den rückläufigen Gewinntrend wieder umkehren. Die neue Positionierung erläuterte der Vorstand heute bei einer Mitgliederversammlung in Hamburg.

Der Kaffeekonzern Tchibo will seinen Umbau bis 2010 abschließen,  dpa
Der Kaffeekonzern Tchibo will seinen Umbau bis 2010 abschließen, Foto: dpa

Zu den wichtigsten Bausteinen der neuen Strategie mit dem Namen „Stärken stärken 2010“ gehöre die Expansion nach Osten, die Konzentration auf das Kaffeegeschäft und die Ausrichtung des Handelssortiments auf die Kernzielgruppe Frauen. In die rund 1200 Filialen im In- und Ausland will Tchibo bis 2010 einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investieren. Sie werden auf den Prüfstand gestellt und umgestaltet. Tchibo hat im vergangenen Jahr nach vielen Wachstumsjahren einen rückläufigen Umsatz und Gewinn verbucht. Ausschlaggebend dafür war die Konkurrenz durch Discounter, die das Tchibo-Modell kopierten und ebenfalls wöchentlich wechselnde Gebrauchsartikel in ihr Sortiment aufnahmen. Die Tchibo-Angebote wiederholten sich zudem und stießen auf eine zunehmende Marktsättigung. Auch war Tchibo nicht vorn dabei bei Kaffee-Trends wie Spezialitäten oder Kaffeemaschinen mit Einzelportionen (Pads und Kapseln). Der Konzern erzielte zwar immer noch eine noch eine Umsatzrendite, die im Durchschnitt deutscher Handelsunternehmen liegt, schaffte jedoch in früheren Jahren deutlich mehr. Expansion nach Osten geplant Bislang habe Tchibo Engagements in Frankreich und den Niederlanden beendet und will die freiwerdenden Mittel in den Aufbau der Filial- und Depotgeschäfts in den wachsenden Märkten Osteuropas und der Türkei investieren. Dafür wurde ein eigenes Vorstandsressort eingerichtet. Im Gebrauchsartikel-Sortiment sollen künftig Qualität und Originalität Vorrang vor Umsatzwachstum haben und Tchibo-Produkte zu begehrten und knappen Artikeln machen. Im Kaffee-Bereich konzentriere sich Tchibo auf den Ausbau der Marktanteile und trenne sich von Randbereichen wie Schokolade. Da für viele der 12.500 Tchibo-Mitarbeiter Veränderungen in den Arbeitsabläufen zu erwarten seien, habe der Vorstand mit dem Betriebsrat einen Sozialplan und Interessensausgleich abgeschlossen. Ob es zum Abbau von Personal komme, sei gegenwärtig nicht absehbar, sagte ein Tchibo-Sprecher.

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