Kampf um Megabörse: Der Deutschen Börse bleiben ein paar Hürden

Kampf um Megabörse: Der Deutschen Börse bleiben ein paar Hürden

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Reto Francioni, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG, hat die Fusion mit der Nyse fest im Blick

von Andreas Toller

Die US-Technologiebörse Nasdaq hat sich aus der Übernahmeschlacht um die New Yorker Börse zurückgezogen. Deutsche-Börse-Chef Francioni muss nun andere Hindernisse überwinden.

Sicherlich wird der Chef der Deutschen Börse, der Schweizer Reto Francioni, erleichtert gewesen sein: Die US-Technologiebörse Nasdaq hat ihr Gegenangebot für den altehrwürdigen Wall-Street-Börsenbetreiber fallengelassen. Die US-Wettbewerbshüter hatten zuvor signalisiert, dass sie einen rein amerikanischen Zusammenschluss nicht durchgehen lassen würden - zu mächtig wäre ein solcher Börsenkoloss geworden. Die Deutsche Börse hat jetzt fast freie Bahn bei ihrer geplanten Fusion mit der New York Stock Exchange (Nyse). Aber eben nur fast.

Der Knackpunkt bleibt die Marktkonzentration einer neuen Megabörse. Nach den Worten von Nasdaq-Chef Bob Greifeld hätten sich die Wettbewerbshüter nicht einmal durch angebotene Zugeständnisse wie den Verkauf von Geschäftszweigen erweichen lassen.

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Gemeinsam zur Nummer eins

„Wie wir schon immer gesagt haben, schafft nur die Fusion mit der Deutschen Börse die führende Börsengruppe der Welt“, sagte Nyse-Chef Duncan Niederauer, der auch die neue Megabörse führen soll. Die Nyse hatte sich gegen eine Übernahme durch die kleinere und wesentlich jüngere Nasdaq gewehrt und zur Deutschen Börse gehalten. Gemeinsam würden Deutsche Börse und Nyse zur Nummer eins der Branche aufsteigen mit Standorten in New York, Frankfurt und europäischen Städten wie London, Paris und Amsterdam..

Aber ein ähnlich gelagertes - wenn auch weniger gravierendes – Problem könnte dem angestrebten Zusammenschluss zwischen Frankfurt und New York im Wege stehen. Auch die EU-Kommission muss die Fusion genehmigen. Und hier ist nicht wie im Fall der Nasdaq das Listing-Monopol für Aktien in den USA problematisch, sondern die Konzentration der Marktmacht im Derivatehandel durch die Verbindung der Tochtergesellschaften für den Optionshandel Eurex und Nyse Liffe. Dadurch entstünde eine marktbeherrschende Konzentration im europäischen Handel mit Derivaten.

Zudem gibt es Bedenken, dass der Wettbewerb in Europa leiden könnte. Nach der transatlantischen Fusion blieben mit Frankfurt und London nur noch zwei große Handelszentren auf dem Kontinent übrig. Die Londoner Börse versucht gerade ihrerseits, sich mit der Börse in Toronto zusammenzutun, um sich zu stärken.

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