Kampf um Opel: "General Motors spielt mit Opel Monopoly"

Kampf um Opel: "General Motors spielt mit Opel Monopoly"

Bild vergrößern

General Motors Headquarter in Detroit

Eine Entscheidung im Verhandlungspoker um Opel lässt weiter auf sich warten. Zwar gibt es Anzeichen dafür dass General Motors seinen Widerstand gegenüber Magna aufgibt. Ein Experte warnt aber, die Entscheidung könnte bis nach der Wahl verschleppt werden.

Die Entscheidung über einen Verkauf des Autobauers Opel wird sich voraussichtlich noch etwas hinziehen. Bei weiteren Gesprächen der Beteiligten zu diesem Thema am Dienstag in Berlin seien keine konkreten Entscheidungen zu erwarten, hieß es aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums. Es handle sich bei den beiden Gesprächsrunden um „reine Informationsgespräche“.

Auch der Aufsichtsrat der früheren Opel-Mutter General Motors legte sich bislang noch nicht auf einen der beiden verbliebenen Opel-Bieter Magna und RHJ fest. Bei der konstituierenden Sitzung des neu zusammengesetzten Gremiums wurde nach Angaben des Unternehmens keine Empfehlung für eine der beiden Offerten vorgelegt. Dies gebe nach Angaben des Opel-Betriebsrates jedoch Anlass zur Hoffnung, dass GM seine Ablehnung gegenüber Magna aufgibt.

Anzeige

GM soll Widerstand gegen Magna aufgeben

Im Berliner Wirtschaftsministerium sind heute zwei sogenannte „tripolare“ Gesprächsrunden angesetzt. Vertreter von GM, der Bundesregierung und den Opel-Ländern wollen sich in getrennten Unterrungen mit den beiden Bietern beraten und über aktuelle Entwicklungen informieren lassen. Ursprünglich hatte die Bundesregierung gehofft, die Entscheidung über den Opel-Käufer bis Ende vergangenen Monats zu finden. Allerdings haben sich GM sowie Bund und Opel-Länder noch auf keinen gemeinsamen Nenner einigen können.

Allerdings soll General Motors (GM) laut Betriebsrat von seiner ablehnenden Haltung gegen den Interessenten Magna International ablassen. „GM erkennt, dass sie keine Entscheidung gegen die Bundes- und Landesregierungen sowie die Arbeitnehmer treffen können“, sagte der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz.

Bund, Länder und Gewerkschaften bevorzugen das Konzept des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna, weil es den Abbau von weniger Arbeitsplätzen vorsieht. Bislang hatte sich ein Teil des GM-Managements für den Finanzinvestor RHJI ausgesprochen, der Opel enger bei GM belassen würde.

Experte warnt vor Verschleppung der Entscheidung

Der GM-Verwaltungsrat hatte diese Position jedoch nicht bekräftigt und keine Empfehlung für einen der beiden Bieter ausgesprochen. „Das gibt Hoffnung“, sagte Franz. GM bewege sich von seiner harten Position weg. Bei den strittigen Fragen wie Patentrechten und dem Zugang zum russischen Markt habe es in den Verhandlungen bereits eine Annäherung gegeben. Der Betriebsratsvorsitzende erwartet daher in den seit Monaten andauernden Verhandlungen eine Einigung noch vor der Bundestagswahl.

Dagegen warnte der Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer davor, dass GM die Entscheidung weiter verschleppen könnte. GM versuche, seine Tochter Opel in die Insolvenz zu treiben und die Entscheidung bis nach der Bundestagswahl hinauszögern, damit der politische Druck aus Deutschland geringer werde.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%