Kampf um Opel: Medwedew macht sich für Magna stark

Kampf um Opel: Medwedew macht sich für Magna stark

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Dmitri Medwedew unterhalten sich im Schloss Schleißheim bei München

Im Übernahmestreit um Opel wirbt der russische Präsident Medwedew bei Kanzlerin Merkel für das Konsortium um den Autozulieferer Magna. Am Wochenende könnte ein Vertrag präsentiert werden, auch der Finanzinvestor Ripplewood hofft noch.

Die Entscheidung im Bieterstreit um Opel steht bevor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zu den deutsch-russischen Regierungsgesprächen empfangen. Beide trafen sich am Donnerstag im barocken Schloss Schleißheim bei München, wo sie sich zunächst für ein Gespräch unter vier Augen zurückzogen. Nach dem Vier-Augen-Gespräch sollten mehrere Minister aus beiden Kabinetten hinzustoßen.

Ein wichtiges Thema dabei soll auch die Übernahme von Opel sein, Medwedew will sich persönlich für das Konsortium um den kanadisch-österreichischen Autobauer Magna und dessen russische Partner, den Autobauer GAZ und die staatliche Sberbank, einsetzen.

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Scheitern von Magna könnte Beziehungen zu Russland belasten

Wirtschaftsexperten erwarten eine schwere Belastung für die deutsch-russischen Beziehungen, sollte der Einstieg der Russen bei Opel platzen. Der russische Regierungschef Wladimir Putin hatte die Pläne als einmalige Chance bezeichnet, günstig auf deutsche Technologie zuzugreifen. Zudem sieht Russland dies als Möglichkeit, sich nicht nur als Energielieferant zu profilieren.

Magna will gemeinsam mit der staatlichen russischen Sberbank bei Opel einsteigen. Zudem ist als Kooperationspartner der russische Hersteller GAZ im Gespräch. Die GAZ-Gruppe erhofft sich eine dringend benötigte Strukturhilfe, im Gegenzug soll Opel das Vertriebsnetz der Russen nutzen. Magna strebt 20 Prozent an Opel an, die Sberbank 35 Prozent. 10 Prozent soll die Belegschaft übernehmen, 35 Prozent soll die ehemalige Konzernmutter General Motors (GM) behalten.

Opel-Verträge am Wochenende?

Magna strebe an, am Wochenende der Opel-Mutter GM einen unterschriftsreifen Vertrag vorzulegen, schreibt das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Der Vertrag wird in den nächsten Tagen ausgehandelt sein, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen der Zeitung. Eine Magna-Aufsichtsratssitzung sei allerdings noch nicht einberufen worden. So könnte damit schon nächste Woche eine endgültige Festlegung auf einen neuen Opel-Investor erfolgen.

Auch der Finanzinvestor Ripplewoo (RHJ) stehe kurz davor, einen unterschriftsreifen Vertrag zu präsentieren, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen. Der ebenfalls an Opel interessierte chinesische Hersteller BAIC hinke den beiden anderen Bietern in den Verhandlungen hinterher. „Die Dynamik bei den Chinesen hat etwas nachgelassen, die Verhandlungen mit ihnen stehen gerade nicht im Fokus“, hieß es in den Kreisen.

Berichte, dass Ripplewood inzwischen die Favoritenrolle habe, wurde vom Bundeswirtschaftsministerium dementiert. Dies sei „nicht zutreffend“, sagte eine Sprecherin.

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