Kaufhauskonzern: Karstadt-Chefsanierer Fox geht

Kaufhauskonzern: Karstadt-Chefsanierer Fox geht

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Eingang des Karstadt Warenhauses im Einkaufszentrum "Limbecker Platz" in Essen

von Henryk Hielscher

Der Karstadt-Chefsanierer und Geschäftsführer Thomas Fox sieht seine Rettungsmission offenbar als erfüllt an und verlässt den Kaufhauskonzern. Dass Fox gehen würde war klar, doch der Zeitpunkt kommt überraschend.

Die Getränke stehen kalt, die Einladungen sind verschickt. Heute, um 16 Uhr startet im Kasino der Karstadt-Hauptverwaltung die Abschiedsparty von Thomas Fox. Nach 20 Monaten in der Führung des Warenhauskonzerns gibt der Karstadt-Chefsanierer seinen Geschäftsführungsposten ab. Dass Fox gehen würde war klar, dass er sich schon jetzt verabschiedet, kommt dagegen überraschend.

Am 1. Januar hatte Andrew Jennings, der ehemalige Chef von Woolworths in Südafrika, den Chefposten bei Karstadt übenommen. Fox sollte für eine Übergangszeit an Bord bleiben, um Jennings zu unterstützen. Ursprünglich hatten Mitarbeiter erwartet, Fox würde erst im Frühsommer gehen.

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Doch Fox, ein bulliger Sanierungsprofi und im Hauptberuf Vorstand der Berliner Restrukturierungsberatung Modalis, sieht seine Rettungsmission offenbar als erfüllt an: Karstadt schreibt nach Angaben des Managements wieder schwarze Zahlen und die ersten Umbauarbeiten in den Fililialen laufen an. Im Unternehmen und bei seinen Kollegen galt Fox wahlweise als "Mann fürs Grobe" oder Dank seines Hangs zur exessiven iPad- und Handynutzung auch als "Mensch-Maschine-Symbiose".

Anfangs von der Belegschaft gefürchtet und wegen allzu forscher Sprüche unbeliebt, hat sich das Gros der Mitarbeiter inzwischen mit dem Sanierer arrangiert. Fox wird vor allem dafür respektiert, sich innerhalb einer extrem kurzen Einarbeitungszeit viel Kompetenz angeeignet zu haben.

Ursprünglich war Fox von dem Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg nur für die Zeit des Insolvenzverfahrens als Sanierungsexperte eingesetzt worden und hatte das Unternehmen gemeinsam mit dem Juristen Rolf Weidmann gesteuert. Nach dem Verkauf von Karstadt an den deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen blieb Fox überraschend an der Spitze des Warenhauskonzerns. Schnell wurde jedoch klar, dass er nur als Übergangskandidat für die Sanierungsphase im Unternehmen bleibt. Ob Jennings nach dem Abgang von Fox einen Stellvertreter bekommt, der den deutschen Markt kennt, ist bislang offen.

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