Keine Entlassungen: Post will sich komplett von eigenem Filialnetz trennen

Keine Entlassungen: Post will sich komplett von eigenem Filialnetz trennen

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Schon heute werden viele ehemalige Postämter als Filialen der Postbank betrieben. Die Deutsche Post will sich bis Ende 2011 komplett von ihrem eigenen Filialnetz trennen

Die Deutsche Post will sich bis Ende 2011 komplett von ihrem eigenen Filialnetz trennen. Die noch 750 selbst betriebenen Postfilialen würden in private Partner-Filialen beispielsweise in Supermärkten umgewandelt, sagte Postsprecher Uwe Bensien heute.

Es würden aber keine Filialen geschlossen. In Deutschland gibt es derzeit schon 7200 private Postagenturen, beispielsweise in Supermärkten und Kiosken. „Der Kunde bekommt dort den gleichen gewohnten Service“, sagte Bensien. Das Personal biete eine ebenso kompetente Beratung wie in den posteigenen Filialen. „Wir stellen immer wieder fest, dass die Kunden sehr zufrieden sind.“

Zudem bietet die Post in 3800 Postservice-Shops Dienstleistungen in abgespeckter Form an. Von der Umwandlung seien mehr als 2.000 Mitarbeiter betroffen, hieß es. Es werde aber keine Entlassungen geben. Die Mitarbeiter würden an anderer Stelle im Konzern eingesetzt. Zwtl: Kosten des Filialnetzes im Griff behalten Der für das Filialnetz zuständige Postvorstand Jürgen Gerdes betonte, die Post schaffe es, „im Interesse ihrer Kunden die Kosten des Filialnetzes im Griff zu behalten“. Dazu trage auch die weitere Umwandlung von eigenbetriebenen Filialen in Partnerfilialen bei.

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Diese werde seit vielen Jahren mit großem Erfolg umgesetzt. Auch die Öffnungszeiten würden so weiter verbessert. Eine Verkleinerung des Filialnetzes stehe nicht zur Debatte, sagte Gerdes. Die vom Gesetzgeber geforderte Anzahl von 12.000 Filialen werde ohnehin deutlich überschritten.

Die Post AG hatte Anfang 2006 ihre 850 größten Filialen bereits an die Tochter Postbank verkauft. Diese Postbank Finanzcenter würden als „Flaggschiffe“ des Filialangebots weiter von der Postbank betrieben, erklärte der Konzern. Sie böten ein Vollsortiment postalischer Dienstleistungen an. Zudem seien im vergangenen Jahr 600 sogenannte Postpoints eingerichtet worden - dort ist das Angebot geringer als in den Postservice-Shops.

Gerdes kündigte die Einrichtung weiterer Postpoints an. Zudem solle das flächendeckende Netz der Geschäftspost-Annahmestellen für gewerbliche Kunden bis Ende des Jahres von derzeit 200 auf 1000 wachsen. Zwtl: Post setzt auf neue Selbstbedienungs-Elemente Die Post setzt außerdem weiter auf ergänzend zum Filialnetz eingeführte Selbstbedienungs-Elemente für verschiedene Dienstleistungen. Bis zum Sommer soll die Zahl der Paketboxen von 550 auf 1000 steigen. An ihnen können rund um die Uhr Pakete verschickt werden.

Die Zahl der Packstationen steige von 900 auf 2500. Daneben würden bei einem Pilotversuch rund 50 Postinseln in Bonn und Berlin aufgestellt: Hier könne der Kunde rund um die Uhr fast alle Postdienstleistungen in Anspruch nehmen. Zudem würden noch dieses Jahr bundesweit zunächst 1.000 Verkaufspunkte für Briefmarken und Paketmarken eingerichtet.

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