Keine Lust auf Regie-Arbeiten: Harrison Ford: "Ich gehe mit Seniorenticket ins Kino"

Keine Lust auf Regie-Arbeiten: Harrison Ford: "Ich gehe mit Seniorenticket ins Kino"

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Harrison Ford

Harrison Ford, 65, findet es auch als einer der erfolgreichsten Hollywood-Schauspieler völlig in Ordnung, mit einem ermäßigten Seniorenticket ins Kino zu gehen.

„Ich besitze noch keinen Seniorenausweis. Aber wenn ich ins Kino gehe, kaufe ich ein reguläres Ticket für meine Freundin und ein ermäßigtes Seniorenticket für mich. Warum nicht?“ verrät Ford im Gespräch mit fivetonine, dem Lifestylemagazin der WirtschaftsWoche. „Wer aus Eitelkeit mehr Geld ausgibt als nötig, der ist ein Idiot.“ Dass Ford im vergangenen Jahr 65 Jahre alt geworden ist, kann der Schauspieler, dessen neuer Film „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ am 22. Mai in die deutschen Kinos kommt, an seinem Telefonbuch ablesen. „Man merkt, dass man älter wird, wenn die Nummern von Ärzten im privaten Telefonverzeichnis überhand nehmen.“

Keine Lust hat der Schauspieler, als Regisseur hinter der Kamera zu stehen. „Während es etliche meiner Kollegen auch hinter die Kamera zieht, hatte ich nie Ambitionen, selbst Regie bei einem Film zu führen. Es ist ein hartes Geschäft, dauert zu lange, und die Bezahlung lässt zu wünschen übrig.“ Seine Rolle als Schauspieler vergleicht Ford in feinem Understatement mit einer Hilfskraft. „Im Grunde verstehe ich mich als Hilfskraft, so etwas Ähnliches wie ein Kellner oder ein Tankwart – nur dass ich eben Geschichtenerzählern behilflich bin. Und wenn ich in manchen Wochen sechs Millionen Kinobesucher in Spannung versetze, ist der Hilfs-Job eben besonders gut gelaufen.“

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Ford ist nicht bereit,, seine Prominenz auch für politische Positionen  einzusetzen, wie das viele Hollywood-Schauspieler etwa in der Tibet-Frage aktuell tun. „Ich vermeide es, politische Position zu beziehen. Als Schauspieler kann ich logischerweise nicht all das Wissen und den Erfahrungsschatz von Leuten besitzen, die ihr Leben ganz der Politik widmen. Mein Beitrag zum Gemeinwohl besteht eher darin, hart an guten Filmen zu arbeiten. Denn der Kinogang und der Filmgenuss gehören inzwischen zu den letzten Aktivitäten, die wildfremde Menschen noch gezielt gemeinsam ausüben. Wir brauchen solche Rituale mehr denn je, um der gesellschaftlichen Zersplitterung entgegenzuwirken.“

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