King of Pop: Nichts als Schulden? Was Michael Jackson hinterlässt

King of Pop: Nichts als Schulden? Was Michael Jackson hinterlässt

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Warten aufs Abschiednehmen: Eine Frau steht in der Schlange vor dem Apollo Theater in New York, um sich ins Kondolenzbuch des "King of Pop" einzutragen

Megastar Michael Jackson ist noch nicht einmal beerdigt, da ist der Streit um sein Erbe schon voll entbrannt. Doch was hinterließ der selbsternannte "King of Pop" - außer seiner Musik und einem Berg Schulden? Ein Testament, das der Künstler angeblich 2002 verfasst haben soll, könnte darüber Auskunft geben.

Michael Jackson hinterließ entgegen bisheriger Angaben der Familie nach Medienberichten ein Testament. In seinem vermutlich letzten Willen aus dem Jahr 2002 teilt der "King of Pop" seinen Besitz zwischen seiner Mutter Katherine, seinen drei Kindern und Wohltätigkeitsorganisationen auf, wie das "Wall Street Journal" berichtete. Sein Vater Joe hingegen wird offenbar nicht erwähnt. Michael Jackson hatte seinem Vater öffentlich vorgeworfen, ihn als Kind misshandelt und unbarmherzig auf die Bühne getrieben zu haben. Ein Anwalt Jacksons könnte das Testament schon morgen bei Gericht einreichen.

Die Spekulationen um den Tod des Superstars hielten derweil an. Eine frühere Krankenschwester, die nach eigenen Angaben früher für den Sänger arbeitete, sagte CNN, Jackson habe sie in den Monaten vor seinem Tod um das starke Beruhigungsmittel Diprivan gebeten. Sie habe es ihm jedoch verwehrt, weil es zu gefährlich sei. Jacksons Leibarzt hatte zurückgewiesen, dem Sänger vor seinem Tod ein starkes Schmerzmittel gespritzt zu haben.

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Unklare Besitzverhältnisse

Es dürfte es schwierig werden, Jackos Vermögen überhaupt exakt zu beziffern, denn die Besitzverhältnisse scheinen unübersichtlich. Das Geflecht aus Schulden und Eigentum ist wohl komplex. Der Star saß zum Schluss offenbar auf einem Schuldenberg in Höhe von einer halben Milliarde Dollar. Dagegen stehen nach Schätzungen von Experten jedoch Firmenanteile und Immobilien in Höhe von wenigstens 700 Millionen Dollar, beispielsweise gehörten Jackson 50 Prozent von Sony/ATV Music Publishing.

Dieses Unternehmen hält die Rechte an rund 750.000 Songs, darunter 251 Hits der Beatles, außerdem von Bob Dylan und Neil Diamond. Geschätzter Wert: ungefähr eine Milliarde Dollar. Allein 80 Millionen Dollar Gewinn sollte diese Beteiligung pro Jahr für die Erben abwerfen.

Doch daraus könnte vielleicht nichts werden: Jackson könnte seinen Anteil als Sicherheit einen 300-Millionen-Dollar-Kredit eingesetzt haben. Wenn die beteiligten Banken nun das Geld zurückverlagen, müssten Jacksons Anteile verkauft werden.

Auch der Musikkatalog „Mijac“ gehörte dem Popstar, darin enthalten sind die Rechte an seinen eigenen Songs. Geschätzter Wert: etwa 150 Millionen Dollar. Den Gewinn beziffern Insider auf zuletzt rund zehn Millionen Dollar pro Jahr. Nach dem Tod des Künstlers dürfte nochmals richtig die Kasse klingeln: „Mijac“ profitiert vom neuen Verkaufsboom der alten Alben. Doch auch hier dürfte die Freude der Erben nicht ungetrübt sein: Ein Darlehen über 73 Millionen Dollar soll darauf lasten. 

Wie hoch die Anteile an der Immobilienfirma sind, die jetzt in Besitz seines einstigen Domizils ist, der Neverland Ranch in Kalifornien, ist ebenfalls noch nicht klar.

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