
Für Marketingfachleute ist die Form der Coca-Cola ein perfektes Beispiel. Nämlich um zu erklären, wie wichtig das Aussehen und das Anfühlen eines scheinbar so banalen Gegenstandes für den Erfolg einer Marke sein kann. Jetzt hat Coca-Cola den Rivalen Pepsi wegen seiner neuen kurvigen Flaschen verklagt. Die Flaschen mit der schlanken Taille seien der klassischen Coca-Cola-Form zum Verwechseln ähnlich, argumentiert der Getränkehersteller aus Atlanta in den USA. Das geht aus einer Klageschrift hervor, die beim australischen Bundesgericht in Melbourne einging.
Erste Anhörung bereits im September
Der Streit könnte weltweite Folgen haben. Der australische „Sunday Telegraph“ enthüllte den Rechtsstreit am Sonntag. Die erste Anhörung fand bereits am 15. September in Melbourne statt, doch machten beide Firmen dies nicht publik. Warum Coca-Cola die Klage in Australien und nicht in den USA einreichte, blieb zunächst unklar.
Vorwurf: Markenverletzung und Betrug
Die Coca-Cola Company wirft dem Konkurrenten Pepsico („Pepsi“, „Gatorade“, „Tropicana“) Markenverletzung und betrügerisches Verhalten vor und verlangt Schadenersatz in nicht genannter Höhe. Sie habe ihr Getränk seit 1916 in den typischen Cola-Flaschen verkauft. Die Flaschenform sei ein einzigartiges Erkennungsmerkmal für Coca-Cola. Pepsico räumte ein, dass es seit 2007 neue Flaschen benutzt, wehrt sich aber gegen den Vorwurf, dass dies gegen Coca-Cola-Rechte verstoße. Coca-Cola kontrolliert rund 70 Prozent des Cola-Marktes in Australien.













