Klebstoffgeschäft: Tesa verklebt Beiersdorf-Gewinne

Klebstoffgeschäft: Tesa verklebt Beiersdorf-Gewinne

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Tesa Klebefilm Rollen und ein Rollenhalter

Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf musste im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch hinnehmen. Schuld daran war das schwache Industriegeschäft seiner Klebstoffsparte Tesa und hohe Marketingausgaben für die Hauptmarke Nivea.

Sie sind Familienunternehmen und sie sind börsennotiert. Und auch sonst hatten die beiden Konsumgüterriesen Henkel und Beiersdorf im Krisenjahr 2009 viele Gemeinsamkeiten. Ein Kosmetikgeschäft, das sich vergleichsweise robust durch das Krisenjahr tankte und ein Klebstoffgeschäft, das bittere Einbußen aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise hinnehmen musste.

Die im Dax notierte Beiersdorf AG, die von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrolliert wird, musste 2009 aufgrund von dramatischen Rückschlägen im industrielastigen Tesa-Geschäft und hoher Marketingausgaben einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Jahresüberschuss fiel um knapp ein Drittel auf 380 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte um 3,7 Prozent auf knapp 5,75 Milliarden Euro. Dank der hohen Marketingausgaben trotzte jedoch das Kerngeschäft Consumer, welches Haut- und Pflegeprodukte der Marken Nivea, Eucerin und LaPrairie vereint, der Krise mit einem organischen Wachstum von 1,2 Prozent. „Beiersdorf wird in diesem Jahr in beiden Geschäftsbereichen schneller als der Markt wachsen", sagte Vorstandsvorsitzender Thomas B. Quaas. Die Ebit-Marge bei Consumer, Tesa und damit auch im Konzern solle gegenüber 2009 verbessert werden.

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Kleine Schönheitsfehler

Mit der Marketingoffensive wollen die Hamburger in diesem Jahr einen weltweiten Marktanteil von 5,5 Prozent erreichen. Für 2010 stellte Beiersdorf ein Wachstum über dem des Marktes in Aussicht. In den USA und Westeuropa erwartet der Nivea-Hersteller ein moderates Marktwachstum. Hohe Bedeutung haben weiterhin die Wachstumsmärkte China, Russland und Brasilien. Das schwierige Geschäft mit industriellen Klebstoffen, welche stark unter den Einbrüchen bei der Auto- und Elektronikindustrie leidet, soll 2010 und eventuell noch 2011 unter dem Niveau von 2008 bleiben.

Mit den hohen Ausgaben zum Ausbau von Marktanteilen nahm Beiersdorf Gewinnrückgänge in Kauf. Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten sank der Gewinn von 696 auf 587 Millionen Euro. Damit sackte die EBIT-Rendite von 11,7 auf 10,2 Prozent.

Problemsparte Tesa

Mit Haut- und Pflegeprodukten wie Nivea, Eucerin oder Labello kam Beiersdorf auf eine Ebit-Marge von 11,1 Prozent, nach 12 Prozent im Vorjahr. Beim Düsseldorfer Schwarzkopf-Hersteller Henkel lag die Marge bei der vergleichbaren Kosmetiksparte bei fast 13 Prozent.

Auch bei der gebeutelten Klebstoffsparte kamen die Düsseldorfer besser durch das Krisenjahr als der Hamburger Wettbewerber Tesa. Die Ebit-Marge von Pritt, Pattex und Loctite lag bei 4,7 Prozent, bereinigt um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Restrukturierungsaufwendungen bei knapp über acht Prozent. Tesa schaffte lediglich eine Marge von 3,9 Prozent.

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