Klimaschutz: Wie Unternehmen ihre Fuhrparks grüner machen

Klimaschutz: Wie Unternehmen ihre Fuhrparks grüner machen

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Elektro-Smart: Langsamer Wertewandel in den Führungsetagen

Unternehmen verwandeln ihre Fuhrparks in ökologische Flotten. Doch das klappt meist nur dank finanzieller Anreize.

Menschen mit Benzin im Blut werden Jörg Beier kaum verstehen. Auch in diesem Jahr hätte ihm wieder ein Sechs-Zylinder-BMW des Typs 520 Touring Diesel als Dienstwagen zugestanden. Stattdessen stieg der leitende Produktmanager des Softwarehauses Datev freiwillig auf einen sparsamen Vierzylinder um. Der 45-Jährige will damit einen ökologischen „Beitrag leisten“. Geholfen hat bei der Entscheidung aber auch die Umweltprämie seines Arbeitgebers.

Der Nürnberger IT-Dienstleister gilt mit seiner Politik, Mitarbeitern mit Bonuszahlungen den Umstieg auf schadstoffärmere Pkws schmackhaft zu machen, bundesweit als Pionier. 600 Fahrzeuge umfasst die Datev-Flotte, Bonuskriterium ist der klimaschädigende Kohlendioxidausstoß (CO2): Wer einen Neuwagen wählt, der weniger als 140 Gramm CO2 pro Kilometer in die Umwelt bläst, kann monatlich 60 Euro zusätzlich für eine bessere Ausstattung ausgeben. Manager Beier, der rund 20 000 Kilometer im Jahr auf der Straße zurücklegt, bestellte sich dafür Komfortsitze und eine bessere CD-Radio-Anlage.

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Gehaltsabzüge bei mehr PS oder Zylinder

Wer nicht auf PS und Zylinder verzichten mag, muss unter Umständen sogar Gehaltsabzüge in Kauf nehmen: Ab 196 Gramm CO2 werden 60 Euro und ab 221 Gramm sogar 90 Euro im Monat fällig. Das 2001 eingeführte System wirkt: „Vier von fünf Nutzern unserer Firmenwagen sind bereits im grünen Bonusbereich unterwegs“, bilanziert Harald Oelschlegel, Umweltbeauftragter bei Datev.

Klein, sparsam, ressourcenschonend — mit umweltfreundlichen Autoflotten krempeln immer mehr Unternehmen ihre Dienstwagenordnung auf Öko um. An der Spitze dieser Bewegung stehen vor allem die großen Konzerne. Sie verbannen Spritschlucker, die die festgelegten CO2-Grenzwerte übersteigen, aus der Flotte und spendieren ihren dienstwagenberechtigten Mitarbeitern Ökofahrtrainings. Als schlagkräftigstes Argument haben sich allerdings Bonus-Malus-Regelungen erwiesen: Vor allem über finanzielle Anreize lässt sich das hierzulande gültige Gesetz außer Kraft setzen, dass Hubraum und Pferdestärken des Dienstwagens den Status seines Fahrers symbolisieren.

Wie langsam sich der Bewusstseinswandel vollzieht, zeigt eine Befragung des Frankfurter Marktforschungsinstituts Dataforce. Zwar wollen 37 Prozent der Unternehmen ihre Flotte ökologischer machen, doch umgesetzt haben das lediglich 15 Prozent. Laut Studie des Leasingunternehmens Arval sollen vor allem kraftstoffsparende Fahrzeuge für eine gesunde Ökobilanz sorgen.

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