Kodak: Klage gegen Hewlett-Packard

Kodak: Klage gegen Hewlett-Packard

von Thomas Kuhn

Das Geschäft mit Druckertinte erinnert an das Rockefeller-Motto: "Verschenke Öllampen und werde reich mit dem Verkauf von Öl."

Denn Tintendrucker verjubeln die Produzenten zu Spottpreisen, für Nachfüllpatronen fordern sie dagegen Literpreise von bis zu 2000 Euro.

Klar, dass die Wettbewerber darum jeden Schritt und vor allem jede Angabe der Konkurrenz zur Ergiebigkeit der Patronen mit Argusaugen verfolgen.

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Mitunter tun sie aber mehr: Erwin Schwarzl, seit 2009 Chef der deutschen Dependance des Fotoriesen Kodak, hat beim Landgericht Köln Klage gegen den Konkurrenten Hewlett-Packard (HP) eingereicht.

Der Vorwurf: Der Druckerprimus halte sich bei der Angabe der Druckleistung seiner Patronen nicht immer an die branchenweit standardisierten Messverfahren.

Mindestens im Fall der populären Fotodruck-Patrone HP 364 werbe das Unternehmen mit überhöhten Leistungswerten.

Statt der versprochenen 300 Druckseiten, so Kodak, hätten die Patronen in Tests beim TÜV Rheinland für sieben bis acht Prozent weniger Seiten gereicht.

Für Vieldrucker bedeutet das bei den Tintenpreisen schnell mehrstellige Zusatzkosten im Jahr. Kodak hatte schon 2007 Tintendrucker auf den Markt gebracht, die zwar teurer sind als die der Konkurrenz, deren Druckkosten pro Seite aber um 30 bis 50 Prozent niedriger sind. HP, bestätigt die Klage auf Anfrage, will sich aber zu den Vorwürfen im Detail nicht äußern.

Für die Ermittlung der Druckreichweite haben sich die Hersteller auf zwei Messverfahren geeinigt, beide zugelassen vom Standardisierungsgremium ISO. Laut ISO sollen stets die niedrigsten Werte als Mindestangaben genannt werden.

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