Kompaktwagen: Daimler baut Mercedes-Werk in Ungarn

Kompaktwagen: Daimler baut Mercedes-Werk in Ungarn

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1997: Start der Produktion der Mercedes A-Klasse im Daimler-Werk in Rastatt

Der hohe Kostendruck und die steigende Nachfrage nach kompakten Fahrzeugen treiben nun auch Daimler nach Osteuropa. Der Autohersteller fertigt die neue Generation seiner A- und B-Klasse in Ungarn.

Rund 800 Millionen Euro sollen in den Bau des neuen Osteuropa-Werk in der Stadt Kecskemét investiert werden, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche in Stuttgart. Der bisher einzige Produktionsstandort für die Kompaktklasse in Rastatt bleibt erhalten und wird mit einer Finanzspritze von 600 Millionen weiter gestärkt.

Daimler will in seinem neuen Werk in Kecskemét 2012 die Produktion hochfahren, Baustart ist im nächsten Jahr. An dem Standort, der rund 80 Kilometer südlich von Budapest liegt, sollen einschließlich aller Zulieferer 2500 Arbeitsplätze entstehen.

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Rastatt bleibe aber auch weiterhin ein wichtiger und bewährter Bestandteil des Mercedes-Benz-Produktionsnetzwerkes, betonte Mercedes-Produktionsvorstand Rainer Schmückle. Daimler werde das Werk auch mit der nächsten Generation seiner Kompakt-Modelle voll auslasten. Eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl von rund 6000 im badischen Rastatt sei derzeit nicht geplant. In Ungarn gebe es aber gesamtwirtschaftlich die eindeutig besseren Perspektiven. Über die Osteuropa-Strategie der Stuttgarter hatte es zuletzt viele Diskussionen gegeben.

Kompaktklassen sollen CO2-Emissionen drücken

Neben einem Werk in Ungarn waren auch Standorte in Polen und Rumänien immer wieder genannt worden. Unter anderen sollen das rumänische Cluj - dorthin ist Handyhersteller Nokia von Bochum gegangen - sowie die Regionen um die polnischen Orte Gliwice (Gleiwitz) und Wroclaw (Breslau) als Produktionsstandort im Gespräch gewesen sein. Mit der neuen Generation seiner A- und B-Klasse will Daimler nach Angaben von Vorstandschef Zetsche auch seine Marktposition in Osteuropa verbessern.

Nach Medienberichten könnten die Fahrzeuge ebenfalls in den USA auf den Markt kommen, wo sich der Trend zu kleineren Autos verstärkt. Gleichzeitig sollen sie helfen, CO2- Emissionen in der Flotte zu drücken und damit drohende Strafzahlungen an die EU zu vermeiden. Der Autobauer setzt mit dem Engagement in Ungarn seine Investitionspolitik fort: Vor wenigen Tagen hatte Zetsche bereits angekündigt, 177 Millionen Euro in seine beiden Transporterwerke in Düsseldorf und im brandenburgischen Ludwigsfelde zu investieren. In den beiden Werken wird der Mercedes-Benz Sprinter gefertigt.

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