Konjunktur: Weltbank fürchtet erste globale Rezession seit dem zweiten Weltkrieg

Konjunktur: Weltbank fürchtet erste globale Rezession seit dem zweiten Weltkrieg

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Sorgenvolle Gesichter an der Börse Frankfurt: Die voranschreitende Rezession trübt die Börsenperspektiven ein.

Erstmals seit 80 Jahren wird die globale Wirtschaft in diesem Jahr schrumpfen erwartet die Weltbank. Sie warnt vor einer "wirtschaftlichen Katastrophe" in den Entwicklungsländer, die besonders getroffen sind.

Die Weltbank hat vor einer globalen Rezession in diesem Jahr gewarnt. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg dürfte das weltweite Wirtschaftswachstum zurückgehen, teilte die Organisation am Sonntag in Washington mit. Die globale Industrieproduktion könnte Mitte des Jahres um 15 Prozent unter dem Wert des Vorjahres liegen, hieß es. Der Welthandel werde den stärksten Rückgang seit 80 Jahren erleben.

Die Zahlen werde die Weltbank nach eigenen Angaben bei einem Krisentreffen der Finanzminister und Zentralbankchefs der G-20-Staaten am nächsten Samstag präsentieren.

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Entwicklungsländer sind besonders bedroht

Die Organisation fürchtet, dass die Entwicklungsländer am stärksten von der Krise getroffen werden. Der deutlichste Rückgang wird in Ostasien erwartet, wo es in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum gegeben hat. Die Weltbank schätzt allein die finanziellen Ausfälle der Dritten Welt im laufenden Jahr auf 270 bis 700 Milliarden Dollar (213 bis 553 Milliarden Euro).

Besonders bedrohlich sei, dass die ärmsten Entwicklungsländer keine Ressourcen haben, die sozialen Folgen der Krise abzufangen und ein Ansteigen der Armut zu verhindern. Bei diesen Größenordnungen seien auch die internationalen Finanzinstitutionen überfordert, warnte die Weltbank, die Entwicklungsländern zinsgünstige Kredite gewährt.

Politische Unruhen verhindern

"Wir müssen in Echtzeit auf eine zunehmende Krise reagieren, die die Menschen in den Entwicklungsländern trifft“, sagte Weltbank-Präsident Robert Zoellick. „Diese globale Krise verlangt globale Anstrengungen. Er warnte vor einer „wirtschaftlichen Katastrophe in den Entwicklungsländern“. „Wir brauchen Investitionen in (soziale) Sicherheitsnetze, in die Infrastruktur sowie in kleine und mittlere Betriebe, damit Arbeitsplätze geschaffen und soziale und politische Unruhen verhindert werden.“

Im Kampf gegen die weltweite Krise hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) erst kürzlich weltweit mehr Konjunkturprogramme gefordert. Die Programme sollten bis in die Jahre 2010 und 2011 reichen und international koordiniert werden. Allerdings ging der IWF für dieses Jahr von einem weltweiten Wachstum von 0,5 Prozent aus, schloss aber nicht aus, dass diese Vorhersage in den nächsten Monaten weiter nach unten korrigiert werden muss.

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