Konjunkturforscher: DIW: Atomausstieg lässt Strompreise exlodieren

Konjunkturforscher: DIW: Atomausstieg lässt Strompreise exlodieren

Hält die Bundesregierung am Atomausstieg fest, würden die Strompreise bis 2020 um 18 Prozent steigen.

Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin in einer Exklusivstudie für die WirtschaftsWoche. Für den Verbraucher würde sich das Ende der Kernkraft in Deutschland sehr deutlich bei den Nebenkosten bemerkbar machen: So würde sich laut DIW die monatliche durchschnittliche Stromrechnung eines vierköpfigen Haushalts von heute 67,70 Euro auf knapp 80 Euro erhöhen.

Claudia Kemfert, führende Energieökonomin des DIW, fordert die Bundesregierung daher auf, die Laufzeiten der Kernkraftwerke zu verlängern. In diesem Fall müssten die Haushalte lediglich fünf Prozent mehr bezahlen: 71 statt 67,70 Euro monatlich.

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Den Ökolobbyisten rät Kemfert, die Verlängerung zu akzeptieren: „Sie müssen begreifen, dass Deutschland nicht aus Kernkraft und Kohlestrom gleichzeitig aussteigen kann.“ Würden die Kernkraftwerke wie vorgesehen stillgelegt, müssten massiv neue Kohlekraftwerke gebaut werden, damit die Energieversorgung gesichert bleibt und keine Stromlücke entsteht.

Die hohen Investitionskosten würden jedoch die Strompreise unverhältnismäßig in die Höhe treiben, betonte Kemfert. Auch das Klimaziel der Bundesregierung einer 40-prozentigen CO2-Reduktion bis 2020 gegenüber 1990 wäre beim Bau neuer Kohlekraftwerke nicht zu erreichen.

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