
HB DÜSSELDORF. Die Warenhäuser seien an ein Unternehmen verkauft worden, an dem die US-Investmentbank Goldman Sachs 51 Prozent der Anteile halte und die Karstadt-Quelle AG 49 Prozent, teilte der Konzern am Montag mit. Der Wert der Transaktion belaufe sich auf 4,5 Mrd. Euro, wovon 3,7 Mrd. Euro unmittelbar Karstadt-Quelle zufließen würden, weitere 0,8 Mrd. Euro erwarte der Konzern aus künftigen Wertsteigerungen. Der Handelskonzern will die Warenhäuser anschließend zurückmieten und selber weiter betreiben. Der Handelskonzern hatte Anfang Dezember angekündigt, einen Verkauf oder Börsengang seines milliardenschweren Immobilienvermögens zu prüfen, um damit 2006 schuldenfrei zu werden. Die Investmentbank Goldman Sachs wurde mit der Organisation der Transaktion beauftragt – und ist nun über ihre Tochter Whitehall selbst der Käufer. Nach eigener Aussage ist Karstadt-Quelle die komplette Entschuldung – die Last lag bei 2,8 Mrd. Euro – geglückt. Allerdings ist unklar, wie das Gemeinschaftsunternehmen finanziell ausgestattet worden ist. Die Börse nahm die Mitteilung trotzdem sehr positiv aus. Die Aktie legte binnen Minuten um 4 Prozent zu. Laut Karstadt-Quelle hatte es massives Interesse an den Immobilien vor allem aus dem Ausland gegeben. In Zeitungsmeldungen war zwischenzeitlich von 20 potenziellen Käufern die Rede. Der Handelskonzern hatte sich zuletzt von einem Paket von Logistik-Immobilien getrennt, die Karstadt-Quelle-Angaben zufolge für mehr als 400 Mill. Euro vorrangig an internationale Investoren veräußert wurden. Unabhängig von der neuesten Transaktion sollen weitere 0,6 Mrd. Euro in den kommenden Monaten durch die Vermarktung weiterer Immobilien wie Bürogebäude und Grundstücke erzielt werden, teilte das Unternehmen mit.









