Konsumgüter: Henkel-Chef Rorsted kündigt höhere Produktpreise an

Konsumgüter: Henkel-Chef Rorsted kündigt höhere Produktpreise an

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Kasper Rorsted, Chef von Henkel

Der neue Henkel-Chef Kasper Rorsted hat in seinem ersten Interview höhere Preise und schlankere Strukturen angekündigt. Einen Teil der stark gestiegenen Rohstoffpreise müsse der Konzern an seine Kunden weitergeben, sagte Rorsted der WirtschaftsWoche.

Der neue Henkel-Chef Kasper Rorsted hat in seinem ersten Interview höhere Preise und schlankere Strukturen angekündigt. Einen Teil der stark gestiegenen Rohstoffpreise müsse der Konzern an seine Kunden weitergeben. „Wir müssen neue und bessere Produkte auf den Markt bringen, die einen höheren Preis rechtfertigen. Aber: Wir werden auch einige der Kosten an die Kunden weitergeben müssen. Denn es wäre unrealistisch, zu glauben, dass eine Verdopplung der Rohstoffpreise langfristig keine Auswirkungen auf den Verbraucher haben wird. Es wird Auswirkungen haben“, sagte Rorsted der WirtschaftsWoche.

Gleichzeitig brauche Henkel aber auch schlankere Strukturen, um den Kostendruck aufzufangen. Deshalb hält Rorsted am Ziel des Kostensenkungsprogramms Global Excellence fest, das den Abbau von 3.000 Arbeitsplätzen weltweit vorsieht - trotz des Rekordgewinns von 940 Millionen Euro im vergangenen Jahr. „Wir haben nicht nur einen Nachholbedarf gegenüber den Wettbewerbern. Der aktuelle Grund für unseren Handlungsbedarf ist, dass wir auf dramatische Veränderungen und Umwälzungen der Weltwirtschaft reagieren müssen – und das können wir besser, wenn wir nicht mit dem Rücken zur Wand stehen.“

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Zur Steigerung der Rendite werde Henkel zudem wichtige Marken stärken und ausbauen. „Wir stärken vor allem unsere globalen Marken wie Persil, Pattex, Loctite oder Schwarzkopf. Aber auch die Kosten müssen runter. Daran führt kein Weg vorbei. Aber wir werden keine pure Kostenschneiderei betreiben“, betont Rorsted. Es müssten allerdings auch renditeschwache Marken aufgegeben werden. „Im Segment Kosmetik haben wir uns im vergangenen Jahr von unserem Parfüm-Geschäft in Italien getrennt. Auch das Geschäft zur industriellen Wasserbehandlung haben wir zum Jahresbeginn aufgegeben. Wir werden uns auch künftig von Aktivitäten trennen, die nicht zu unseren Kerngeschäften zählen.“ Allerdings werde Henkel sich nicht wie die Konkurrenten Procter & Gamble oder Unilever allein auf globale Marken konzentrieren. „Nein, so stark werden wir die Fokussierung nicht vorantreiben.“

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