Konsumgüter: Henkel will Rendite in der Krise deutlich steigern

Konsumgüter: Henkel will Rendite in der Krise deutlich steigern

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Vor allem in der Klebstoff-Sparte will Henkel deutlich einsparen

2008 war kein schlechtes Jahr für den Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel. Trotzdem plant auch Henkel für 2009 vorübergehende Fabrikschließungen und Kurzarbeit, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

Auch für Henkel stand das vergangene Jahr im Zeichen der Krise. Dennoch konnte das Unternehmen seinen Umsatz im vierten Quartal nochmals steigern, auch dank des Zukaufs des britischen Klebstoffherstellers National Starch.

Insgesamt verbucht Henkel für das abgelaufene Jahr eine Umsatzsteigerung von acht Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) ging zwar wegen hoher Restrukturierungskosten und der Integration von National Starch auf 779 Millionen Euro zurück. Bereinigt um diese Effekte stieg das Ebit jedoch um über sechs Prozent auf 1, 46 Milliarden Euro an. Henkel erwirtschaftete einen bereinigten Überschuss um 945 Millionen Euro.

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Zulegen konnte Henkel vor allem in den Sparten Waschmittel und Kosmetik. Hier stiegen die Umsätze um 0,1 beziehungsweise 1,5 Prozent an. Auch die Klebstoffsparte legte mit einem Umsatzplus von 17 Prozent deutlich zu.

Trotzdem wird Henkel eigenen Angaben zufolge gerade in der Klebstoffsparte in 2009 kürzer treten. Die Umsatzsteigerungen lassen sich hier vor allem auf die Übernahme von National Starch zurückführen. Da die Hauptabnehmer des Henkelschen Klebstoffes jedoch die Auto- und die Bauindustrie sind, wird hier in 2009 ein deutlicher Rückgang erwartet.

Henkel: Fortführung des Sparprogramms

Für 2009 plant Henkel daher, weit weniger zu investieren. Die für dieses Jahr geplanten Investitionen wurden bereits um ein Drittel auf rund 300 Millionen Euro zusammengestrichen. Auch sollen weitere Kleberfabriken zeitweilig die Produktion einstellen beziehungsweise ist Kurzarbeit geplant. Bereits 2008 habe man zehn Kleberfabriken geschlossen, so Henkel-Chef Kaspar Rorsted.

Damit führt Henkel sein vergangenes Jahr beschlossenes Sparprogramm fort. Bis 2011 sollen 3000 der weltweit 55.000 Stellen wegfallen. Henkel will damit wettbewerbfähiger werden und deutlich profitabler arbeiten. „Uns ist bewusst, dass 2009 kein einfaches Jahr werden wird“, sagte Rorsted. Henkel sei aber gut gerüstet, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Konkrete Ziele für 2009 nannte Rorsted jedoch nicht. Man wolle erst den weiteren Verlauf des Jahres abwarten. Henkel will aber am gesetzten Langfristziel festhalten und die Umsatzrendite bis 2012 auf 14 Prozent steigern.

Die Anleger honorierten die Henkel-Jahreszahlen. Die Henkel-Aktie legte am Morgen deutlich zu und gehört damit zu den Top-Aktien des Tages. Henkel kündigte zudem an, die Dividendenzahlung für 2008 stabil halten zu wollen.

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