Konzern-Umbau: Telekom will Tausende weitere Stellen streichen

Konzern-Umbau: Telekom will Tausende weitere Stellen streichen

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Telekom-Chef Rene Obermann während der Hauptversammlung am 3. Mai in Köln.

Die Deutsche Telekom setzt den Konzernumbau fort. Der Telekommunikationsriese will 39 der bislang 63 Call-Center schließen und die Technikzentren in eine externe Gesellschaft ausgelagern.

Wie aus dem Umfeld des Konzerns verlautete, sollen weitere Mitarbeiter in die im vergangenen Jahr gegründete Niedriglohnsparte T-Service verlagert werden. Betroffen seien rund 6000 Beschäftigte aus dem Netzwerkbereich.

Die Telekom hatte im vergangenen Jahr rund 50.000 Beschäftigte nach einem harten Konflikt mit der Gewerkschaft Verdi in T-Service verlagert, wo die Beschäftigten zu schlechteren Konditionen arbeiten. Diesen Weg wolle das Unternehmen nun weiter beschreiten, hieß es in den Kreisen.

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Der Bonner Konzern steckt in einer tiefen Umstrukturierungsphase, die Vorstandschef René Obermann mit den hohen Lohnkosten begründet. Die Personalausgaben der Telekom sind deutlich höher als bei vergleichbaren Unternehmen wie France Télécom oder Telefónica, was auch von Analysten bemängelt wird.

Call-Center in Leipzig Quelle: AP

Call-Center in Leipzig

Bild: AP

Teil des Konzernumbaus ist die Zusammenlegung der Call-Center. Die Telekom wolle Standorte in 39 Städten schließen und künftig nur noch in 24 Städten vertreten sein, sagte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder.

Die Arbeitsplätze sollen in verbleibenden Standorten in 24 Städten zusammengelegt werden. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di sind etwa 8.000 der 18.000 Stellen in dem Bereich betroffen. Wie es hieß, will die Telekom allen Betroffenen Arbeit an den verbleibenden Standorten anbieten.

Grund für den Umbau im Service sind Effizienzüberlegungen. Nach Angaben von Branchenkennern arbeiten erst Call-Center mit mehr als 400 Mitarbeitern effektiv genug.

Verdi will kämpfen

Verdi kritisierte das Vorgehen der Telekom scharf. Sie kündigte „erheblichen Widerstand“ an. Die Gewerkschaft sei „erschüttert über die Unverfrorenheit, mit der die Telekom den Kahlschlag bei den Call-Centern“ betreibe, sagte Schröder.

In diesen Städten werden Callcenter dicht gemacht: Heilbronn, Karlsruhe, Passau, Ansbach, Detmold, Osnabrück, Bremen, Leer, Münster, Dresden, Hagen, Meschede, Krefeld, Mönchengladbach, Wesel, Koblenz, Köln, Aachen, Trier, Mainz, Giessen, Halle/Saale, Potsdam, Bad Kissingen, Würzburg, Kassel, Gera, Mannheim, Neustadt, Saarbrücken, Schwerin, Lübeck, Konstanz, Freiburg, Uelzen, Ulm, München, Weilheim, Berlin.

In diesen Städten bleiben Telekom-Callcenter erhalten: Augsburg, Bielefeld, Bonn, Chemnitz, Dortmund, Düsseldorf, Erfurt, Eschborn, Frankfurt/Oder, Fulda, Hannover, Hamburg, Kempten, Kiel, Leipzig, Ludwigshafen, Magdeburg, Nürnberg, Oldenburg, Recklinghausen, Rottweil, Stuttgart, Traunstein, Weiden.

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