Konzernergebnis: TUI legt Zahlen vor: Trügerische Ruhe

Konzernergebnis: TUI legt Zahlen vor: Trügerische Ruhe

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Beim Tourismus- und Schifffahrtskonzern TUI haben Belastungen im Fluggeschäft massiv auf die Erträge gedrückt. Unterm Strich schrieb die TUI deswegen im zweiten Quartal 2008 rote Zahlen

Die Zahlen waren gut - zumindest besser als erwartet. Oder: Weniger schlecht als befürchtet. Wie immer man es drehen will: Der Touristikkonzern TUI hat solide Ergebnisse für das erste Halbjahr dieses Jahres präsentiert. Eine Einschätzung von WirtschaftsWoche-Redakteur Christian Schlesiger.

Allein im vergangenen Quartal von April bis Juni verbesserte der Konzern sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis. Das Interessante daran: Die positive Entwicklung bezieht sich sowohl auf die operativen Ergebnisse in den touristischen Bereichen als als auch in der Containerschifffahrt.

Damit hat TUI die ärgsten Kritiker beruhigt - vorerst zumindest. Der Konzern hält auch weiterhin an dem hundertprozentigen Verkauf der Reederei-Tochter Hapag-Lloyd fest, wie Finanzvorstand Rainer Feuerhake in einer Analystenkonferenz bestätigte. Der Verkaufsprozess läuft und die bietenden Unternehmen sind gerade dabei, ihre verbindlichen Angebote vorzubereiten. Die Tatsache, dass die Frachtraten in den Monaten Juli und August auch weiterhin im grünen Bereich lägen, zeige, dass die positive Entwicklung noch nicht vorbei sei.

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Doch wie lange noch? Es bleibt eine große Unsicherheit. Der Vorstand wagte keine Prognose für das Konzernergebnis in 2008. Wie auch, wenn der Verkauf der Reederei-Saprte alles andere als sicher gilt. Zudem hält sich das TUI-Management alle Optionen offen. Auch bleibt die Frage, ob die positiven Zahlen im Tourismus fortgesetzt werden können. Viele Sommerurlauber haben ihre Reise in Zeiten gebucht, wo ein Konjunkturabschwung noch in weiter Ferne lag. Heute verunsichert allein der hohe Ölpreis die Konsumenten. Dass dadurch auch die Reisebuchungen leiden werden, ist zumindest wahrscheinlich.

Zwei Schlüsselfragen bleiben: Erstens: Wie stark wird der Einfluss der sich abkühlenden Konjunktur auf die Tourismus- und Logistik-Geschäfte sein? Ganz ohne Einbußen wird TUI hier nicht vorbei kommen - so viel ist sicher. Zweitens: Was passiert mit Hapag-Lloyd und was wird aus dem möglichen Verkaufserlös? Es sind viele Szenarien denkbar. Allein: Zum heutigen Zeitpunkt wäre jede Aussage reine Spekulation.

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