Kooperation: BMW und Peugeot bauen gemeinsam Hybridmotoren

Kooperation: BMW und Peugeot bauen gemeinsam Hybridmotoren

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Gemeinsam statt einsam: BMW und Peugeot Citroen wollen ein Gemeinschaftsunternehmen für Hybridtechnologien starten. Im Bild ein Mitarbeiter im BMW-Werk in Spartanburg (USA) bei der Montage eines Hybridmotors.

Die Tinte unter dem Vertrag ist trocken: BMW und Peugeot gründen ein Joint Venture. Im gemeinsamen Betrieb „BMW Peugeot Citroën Electrification“ sollen ab April 2011 Hybridmotoren hergestellt werden. Falls das Kartellamt zustimmt.

Schon seit Jahren arbeiten die BMW Group und die PSA Peugeot Citroen zusammen: In den Kleinwagen von PSA und dem BMW-Mini stecken Vierzylinder-Motoren, die Peugeot gebaut und BMW veredelt hat. Diese Art der Zusammenarbeit haben die Vorstandsvorsitzenden der beiden Konzerne, Norbert Reithofer und Philippe Varin, nun vertieft. Bereits im Oktober letzten Jahres stand fest, dass beide Konzerne bei der Hybridtechnologie stärker zusammen arbeiten wollen. Von einem gemeinsamen Unternehmen war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht die Rede.

Jetzt ist es amtlich, ab April sollen im Werk mit dem Namen „BMW Peugeot Citroën Electrification“ erste Hybridmotoren gefertigt werden. Konkret geht es, wie es seitens BMW heißt, um die Entwicklung und Produktion von Hybridkomponenten. Konkret ginge es dabei um Generatoren, Elektromotoren, Hochvoltspeichern, Elektronik und die Entwicklung von Software für Hybridsysteme. „Wir sind sicher, dass wir durch dieses Joint Venture unser Know-How weiterentwickeln und einen europäischen Marktführer auf dem Gebiet der Hybrid-Innovationen erschaffen werden“, sagt Philippe Varin, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroen.

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Teamwork senkt Kosten

Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit sind die niedrigeren Kosten bei Erntwicklung und Produktion der Einzelteile. Finanzieller Nutznießer dürfte BMW sein: Peugeot stellte bereits einen Diesel-Hybrid-Motor vor,  das Now-How und die Technik ist also bereits vorhanden. Der bayerische Autobauer muss also nicht bei Adam und Eva anfangen, um seine Flotte mit Hybridmotoren auszustatten, sondern kann von den französischen Kollegen profitieren. „Dieses Gemeinschaftsprojekt ermöglicht uns umfassende Kostenvorteile.” bestätigt BMW-Chef Norbert Reithofer. Darüber hinaus sollte die Einkaufsmacht des gemeinsamen Konzerns gegenüber Händlern zu erheblichen Kostenersparnissen führen. Ein Punkt, der auch das Kartellamt interessieren dürfte, das sein Okay bislang noch nicht gegeben hat.

Sollte das Kartellamt zustimmen, rollen ab 2014 BMWs, Citroens und Peugeots mit Hybridmotoren aus dem neuen Werk vom Band. Beide Konzerne können sich auch durchaus vorstellen, ihre Technologie an andere Fahrzeugbauer zu verkaufen.

BMW und Peugeot teilen sich das Management

Wo das Joint Venture seinen Sitz haben wird und wie hoch die Investitionen ausfallen, geben die Autobauer aber erst Ende Februar bekannt. Bekannt ist bisher nur, dass Geschäftsführung und Mitarbeiter zu gleichen Teilen aus den Fachkräften beider Unternehmen gewonnen bestehen sollen. Außerdem solle zusätzlich neues Personal eingestellt werden. Wie viel Personal das „BMW Peugeot Citroën Electrification“ einstellen wird, gehört ebenfalls zu den noch wohlgehüteten Geheimnissen. Jedenfalls wird Jean Leflour, der derzeit noch Leiter der Sparten Qualitätsplanung und Kundenzufriedenheit bei Peugeot, den Job als Geschäftsführers übernehemen. Wolfgang Gülich, verantwortlich für die Einkaufsstrategie bei BMW, wird Vorsitzender der Geschäftsführung.

Eine Stahlfeder muss die BMW Group wegen der Zusammenarbeit mit Peugeot aber doch lassen: Jetzt müssen die Münchner neben dem traditionellen Heck- auch Frontantriebe in ihre Autos einbauen.

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