Kooperation: Kia Deutschland lagert gewerbliches Leasing aus

Kooperation: Kia Deutschland lagert gewerbliches Leasing aus

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Logo des Autobauers Kia

von Martin Seiwert

Immer mehr Autohersteller lagern ihr gewerbliches Leasinggeschäft und Flottenmanagement an Dienstleister aus. Nach Ford, Renault und zuletzt Opel legt nun auch der südkoreanische Hersteller Kia das Geschäft in die Hände einer Leasingfirma. Die Kooperation soll in dieser Woche bekannt gegeben werden.

Jack Kim, erst seit November Deutschland-Chef von Kia, geht neue Wege im Leasinggeschäft: Der koreanische Autohersteller lagert sein gesamtes gewerbliches Leasing- und Flottenmanagement an die Hannover Leasing Automotive (HLA) aus. Die Leasingfirma aus Pullach bei München ist eine Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen. Auch der TÜV Süd hält Anteile an dem Unternehmen. HLA gehört zu den herstellerunabhängigen Leasinganbietern in Deutschland, die im harten Wettbewerb zu den Leasingfirmen der Hersteller stehen. Die Autobauer betreiben das Leasinggeschäft häufig in Eigenregie, weil sie sich gute Renditen versprechen oder das Leasing als Absatzkanal nutzen möchten.

Kia hat im gewerblichen Leasing bislang jedoch kaum eigene Strukturen aufgebaut. Durch die Kooperation mit HLA können die Kia-Händler neben dem reinen Finanzleasing künftig komplette Full-Service-Dienstleistungen wie Wartungs- und Reifenmanagement, Schaden- und Versicherungsmanagement oder Tankkartenabrechnung anbieten. „Kia ist nicht der erste Autobauer, der das macht“, sagt Ferdinand Dudenhöffer, Automobil-Professor an der Universität Duisburg-Essen. So hätten beispielsweise Ford, Renault und zuletzt auch Opel Flottenmanagement- oder Leasingleistungen an die Société Générale-Tochter ALD ausgelagert.

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Auslagern spart Kosten

Opel und ALD gaben im Januar bekannt, dass sie künftig in Italien, Frankreich Holland, Spanien, Belgien, der Türkei und Großbritannien kooperieren. ALD ist mit rund 780.000 betreuten Verträgen in 39 Ländern eine der größten Kfz-Leasinggesellschaften Europas. Der neue Kia-Partner HLA wurde dagegen erst 2007 und gehört mit knapp 10.000 betreuten Fahrzeugen zu den kleineren Playern in der Branche. Die Auslagerung sei für viele Autohersteller sinnvoll, sagt Dudenhöffer, weil Spezialisten wie ALD oder HLA im Leasing oft mehr Kompetenzen hätten als die Hersteller. „Der Aufbau eines eigenen Full-Service-Produkts ist teuer“, sagt Dudenhöffer. „Wenn dann keine große Zahl von Fahrzeuge darüber läuft, macht es keinen Sinn.“

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