Kosmetik: Warum L'Oreal Männer duften lassen will

Kosmetik: Warum L'Oreal Männer duften lassen will

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Kosmetikerin zeigt L'Oreal-Produkte in einem Kaufhaus

von Mario Brück

Mit Frauen lässt sich kaum noch zusätzliches Geld verdienen. Drum nimmt der französische Beautykonzern L’Oreal nun wie viele andere Wettbewerber auch die Männer ins Visier. Ein Fußball-Nationalspieler soll zur WM das Gesicht der neuen Männer-Offensive werden

Männer sind eine der letzten Zielgruppen in der Kosmetikbranche, die noch echtes Wachstumspotenzial versprechen. Das haben zwar vor dem französischen Kosmetik-Weltmarktführer L’Oréal,auch schon der Hamburger Beiersdorf-Konzern mit „Nivea for men“  oder der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble mit seiner Gillette-Männerserie und den Wellaflex-Men-Produkten erkannt. Dennoch drücken die Franzosen seit Jahresbeginn massiv entsprechende Produkte in den lukrativen Markt: Deos, Aftershaves und Haarcolorationen.

Vor allem Deos, mit denen in Deutschland pro Jahr rund 400 Millionen Euro erlöst werden dürften, haben es L’Oreal angetan. Zu Beginn des Jahres wurden in Deutschland schon unter der Marke Garnier Deos eingeführt, nun kommen ebenfalls Produkte gegen den männlichen Achselschweiß unter der Marke "Men Expert" hinzu.  „Das ist für uns ja kein völlig neuer Markt, den wir erst erschließen müssen“, sagt L’Oreal Deutschland-Chef Udo Springer . „Wir haben die Entwicklungslabore, wir haben die Fabriken und wir haben die Produkte schon in anderen Ländern auf dem Markt. Aber in Deutschland haben wir den Deo-Markt bisher vernachlässigt.“ 

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Fußball-Nationalspieler als neues Werbegesicht

Spätestens zur Fußball-WM in Südafrika soll dann auch die Werbemaschinerie für die neuen Produkte auf Hochtouren laufen. „Dann werden wir auch ein sehr bekanntes Werbegesicht für unsere  Männerprodukte vorstellen“, sagt Springer, hüllt sich aber was Details angeht, in Schweigen. Nur soviel: Es soll sich um einen aktiven Spieler aus dem WM-Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft handeln, mit dem die Vertragsunterzeichnung kurz bevorstehe.

L’Oreal Deutschland mit Sitz in Düsseldorf ist nach den USA und dem Heimatland Frankreich der drittgrößte Markt für den Kosmetikriesen. In Deutschland beschäftigt der weltweit tätige Konzern mit 17,5 Milliarden Euro Umsatz knapp 2000 Mitarbeiter und steigerte im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 0,7 Prozent auf fast eine Milliarde Euro. Damit habe L’Oreal Deutschland besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten, der im vergangenen Jahr laut L’Oreal-Berechnungen 1,4 Prozent Umsatz eingebüßt hatte.

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