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Krankenversicherung: Weitere 22 Krankenkassen gefährdet

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat bereits vor der jüngsten Schließung der City BKK "vermehrte Anhaltspunkte für eine potenzielle Gefährdung" bei insgesamt 23 Kassen gesehen.

Das geht aus internen Schätzungen hervor, die die WirtschaftsWoche zitiert. Demnach wären jetzt 22 weitere Kassen aufgrund einer angepsannten Finanzlage in ihrer Existenz bedroht. Sie versichern rund 28 Millionen Menschen - 40 Prozent aller Versicherten.

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Welche Kassen auf der roten Liste stehen, macht der Verband nicht öffentlich. Die Finanzlage ihrer Kasse ist auch für die Versicherten schwer zu erkennen, da die Kassen ihre Bilanzen nicht veröffentlichen müssen. Hans Unterhuber, Chef der Siemens Betriebskrankenkasse SBK, sagte der Wirtschaftswoche:  "Selbst Kassenvorstände mahnen seit Jahren im Gesundheitsministerium und bei der Versicherungsaufsicht mehr Transparenz an." Er kritisiert zudem das Bundesversicherungsamt als Aufsichtsbehörde und den GKV Spitzenverband als Träger des Haftungsverbundes der Kassen:  "Nur das Amt und der GKV Spitzenverband haben die völlige Transparenz, aber sie greifen nicht rechtzeitig durch und werden nicht ausreichend präventiv tätig. "

Die Beitragszahler müssen sich derzeit mit Informationen  begnügen wie der Summe der Einnahmen, Ausgaben, Verwaltungskosten, Vorstandsgehälter, Leistungsausgaben und der Mitgliederzahl. "Daran erkenne ich nicht mal als Profi, wie solide eine Kasse wirklich aufgestellt ist ", sagt Thomas Thierhoff, Leiter des Finanzbereichs bei der Techniker Krankenkasse.

Schwer durchschaubar macht die Finanzlage auch die gesetzlich zulässige Bilanzkosmetik bei den Kassen. Experten schätzen, dass rund 14 Milliarden Euro jährlich in einer Form kreativ ausgewiesen werden, wie es das Handelsgesetzbuch verbieten würde." Jeder GmbH-Geschäftsführer stünde bei dieser Buchhaltung mit einem Bein im Gefängnis ", beschreibt SBK-Chef Unterhuber den Status quo.

23 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.06.2011, 20:35 UhrAnonymer Benutzer: MaWo

    @MH,
    wenn das so richtig wäre (beitrag je Kopf), warum wird dann die Steuer in Prozentpunkte von Einkommen berechnet?
    Entweder wird dann auch je Kopf die Steuer bezahlt, oder es wird Steuer und Soziales in Prozentpunkte von Einkommenen berechnet.
    Die Steuer wäre dann allerdings linear und nicht mehr progressiv zu berechnen.

  • 03.06.2011, 17:37 UhrAnonymer Benutzer: Es wird wohl so kommen...

    es wird es wohl so kommen. Es wurde schon vor Jahren über das Sterben der Kassen berichtet.
    Nur dazu kommt noch das Sterben der Krankenhäuser mit dazu. Es wird bisher in keinem bericht dieses beleuchtet. Schließungen wie zum beispiel, Kreissäle sind schon dürchgeführt worden.
    Der Fall in berlin wird nicht der Erste sein.

  • 01.06.2011, 15:03 UhrAnonymer Benutzer: MH

    ich bin der Meinung, man sollte eine Versicherungspflicht für alle einführen allerdings eher nach dem PKV Prinzip. Jeder sucht sich die Leistungen heraus, die er gern hätte und zahlt abhängig vom Eintrittsalter / Gesundheitszustand seinen beitrag.

    Diese Art der Versicherungen (Kranken, Pflege, Arbeitslosen) sollten generell nicht an das Gehalt gekoppelt sein.

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