Kreuzfahrtbranche: Volle Fahrt voraus für Kreuzer

Kreuzfahrtbranche: Volle Fahrt voraus für Kreuzer

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ARCHIV - Am Passagierkai des Ostseebades Warnemünde hat das Kreuzfahrtschiff «Norwegian Sun» festgemacht (Archivfoto vom 03.09.2011). Die Kreuzfahrtbranche erwartet im deutschen Markt bis 2015 jährlich 11 Prozent mehr Passagiere. Das sei machbar, berichtete der Geschäftsführer von Tui Cruises, Richard J. Vogel, am Montag in Hamburg. Foto: Bernd Wüstneck dpa (c) dpa - Bildfunk

Die Kreuzfahrtbranche boomt. In den kommenden Jahren soll es deutliche Zuwachsraten geben. Die Reedereien haben damit allen Grund zur Freude: Sie können in neue Schiffe und Personal investieren.

Immer mehr Menschen entscheiden sich in offensichtlich für eine Kreuzfahrt in Deutschland: Die Kreuzfahrtbranche ist zuversichtlich, dass sie bis 2015 jährlich elf Prozent mehr Passagiere an Bord begrüßen darf. Tui Cruises legt nun schon vor: Das erste neue Schiff für 2014 ist bereits bestellt.

„Der Kreuzfahrtmarkt wächst seit Jahren kontinuierlich und behauptet sich auch 2010 als ein Wachstumsmotor des deutschen Touristikmarktes“, jubelte der Deutsche Reiseverband (DRV) bereits im Frühjahr dieses Jahres. 2010 buchten 1,2 Millionen deutsche Touristen eine Hochseereise. Das entspricht 1,5 Prozent der deutschen Bevölkerung.

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„Die Zeiten, dass wir nur kleine Schiffe füllen können, sind endgültig vorbei“, sagte der Geschäftsführer von Tui Cruises, Richard J. Vogel. Der deutsche Passagier-Markt sei in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt jährlich um 12,4 Prozent gewachsen. Weitere elf Prozent jährlich in den kommenden fünf Jahren sind deshalb durchaus realistisch.

Ein neues Schiff für Tui Cruises

Die Reedereien haben dabei allen Grund zur Freude: Um die stark wachsende Nachfrage auch bedienen zu können, sind Investitionen nötig. Weltweit sollen bis 2016 19 neue Hochsee-Kreuzfahrtschiffe vom Stapel laufen. Dafür werden insgesamt 9,6 Milliarden Euro investiert und Platz für über 55 000 Passagiere geschaffen.

Der deutsche Kreuzfahrtmarkt ist der zweitgrößte Markt für Kreuzfahrtschiffe in Europa. Vogel sieht darin großes Potenzial: „Wir haben ein reisefreudiges Volk“, so der Tui-Manager.

Tui Cruises geht dabei nun direkt in die Vollen: Das Unternehmen aus Hamburg hat bei der finnischen Werft STX ein neues Schiff bestellt. Das 300 Meter lange Schiff soll 2014 ausgeliefert werden. Ein zweites Schiff könnte möglicherweise auch bald folgen, denn das Unternehmen hat sich eine Option offen gelassen, in den nächsten zwölf Monaten noch ein weiteres Schiff bei STX zu bestellen. Wie viel die Investition kostet, verriet das Gemeinschaftsunternehmen des Reisekonzerns TUI und des Kreuzfahrtunternehmens Royal Caribbean Cruises allerdings nicht.

Finanziell steckt viel in dem Geschäft: 2,07 Milliarden Euro Umsatz brachten Hochsee-Kreuzfahrten allein im vergangenen Jahr ein. Flusskreuzfahrten, die derzeit expandieren, brachten bisher rund 470 Millionen Euro.

Weltweit 19 neue Hochseekreuzer

Dabei ist der Arbeitsmarkt für Kreuzfahrten ein heißes Pflaster. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Arbeitsplätze, die europaweit indirekt oder direkt von dem Kreuzfahrtssegment abhängen, laut dem European Cruise Council (ECC)  von 120 000 auf 307 000 gestiegen. Anbieter buhlen um qualifizierte Arbeitskräfte, die für die neuen Schiffe benötigt werden.

 Deshalb soll auch in den Ausbildungssektor investiert werden: „Der Boom hat dafür gesorgt, sich für Ausbildung zu engagieren“, so Vogel. Die italienische Reederei Costa Crociere etwa hat nach eigenen Angaben bereits Trainingszentren eingerichtet, um beispielsweise Kabinenpersonal auszubilden.

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