Kultur: Hamburg ist die deutsche Theaterhauptstadt

Kultur: Hamburg ist die deutsche Theaterhauptstadt

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Hamburger Stadtgebiet

Die Bundesbürger gehen drei Mal häufiger ins Museum als ins Theater. Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 103 Millionen Museums- und 35 Millionen Theaterbesuche gezählt, wie es in der ersten Länder-Kulturstatistik heißt.

Während Berlin darin auf 3,5 Museumsbesuche pro Einwohner kommt, liegt die Musicalmetropole Hamburg mit 2,38 Theaterbesuchen einsam an der Spitze. Dahinter folgen mit großem Abstand die Theater der Stadtstaaten Bremen und Berlin (jeweils rund 0,9) sowie als erstes Flächenland Sachsen mit 0,6 Besuchen. In Berlin gibt es drei Mal mehr Museumsbesuche als im Bundesdurchschnitt. Hinter der Hauptstadt landeten Bremen (2,3) und Sachsen (1,8 Besuche).

Die Sachsen investieren im Ländervergleich am meisten in ihre Kulturlandschaft: Im Jahr 2005 gaben sie 155,40 Euro pro Einwohner aus, es folgten die Bremer (147,10 Euro) und Berliner (146,90 Euro). Hier fällt auf, dass ostdeutsche Länder besonders stark auf Kultur setzen: Neben Sachsen waren Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern die Flächenländer mit den höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur. Schlusslicht war das Saarland mit lediglich 50,10 Euro.

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Der in Frankfurt am Main vorgelegte Bericht des Statistischen Bundesamtes ist die erste umfassende Kulturanalyse, die auch die Länder umfasst. Zwtl: Die Stadtstaaten sind Künstlerhochburgen Die leidenschaftlichsten Kinobesucher sind ebenfalls die Berliner (2,8 Besuche pro Einwohner) vor den Hamburgern (2,6) und Bremern (2,5). Als wichtigen Grund für die relativ hohen Besuchszahlen in den Stadtstaaten nennen die Statistiker den Städtetourismus. Insgesamt teilten sich rund 17.000 Bürger eine Kinoleinwand, jeder Bürger ging 1,7 Mal ins Kino.

Baden-Württemberg hat eifrigste Musikschüler

Mit deutlichem Vorsprung hat Berlin auch den größten Anteil von Jobs im Kulturbereich: 7,5 Prozent aller Erwerbstätigen hatten hier 2006 einen Kulturberuf, dazu zählen etwa bildende Künstler oder Journalisten. Als erstes Flächenland folgte Hessen mit 2,5 Prozent. Privatleute lassen sich Kultur einiges kosten: 2005 gab ein Privathaushalt durchschnittlich 96 Euro für CDs und DVDs aus - genauso viel für Theater-, Konzert- und Kinobesuche. Für Zeitungen und Zeitschriften zahlten die Haushalte 264 Euro, für Bücher wurden 156 Euro auf die Ladentische gelegt. Auf 1.000 Einwohner kam eine Buch-Erstauflage, wobei die Zahl der neuen Buch-Titel seit 2003 steigt.

Jeder 50. Einwohner war 2007 Mitglied in einem Chor, wobei nur 40 Prozent dieser 1,65 Millionen aktive Sänger waren. Den mehr als 440.000 sangesfreudigen Baden-Württembergern standen gerademal 3.700 Sänger in Mecklenburg-Vorpommern gegenüber.

Die eifrigsten Musikschüler gibt es in Baden-Württemberg: Hier gingen 8,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 19 Jahre in öffentliche Musikschulen. Es folgten die Musikschüler in Brandenburg (6,6 Prozent) und Sachsen (6,0 Prozent). In Bremen musizierten dagegen nur 1,8 Prozent. Dafür liefen die Bremer am häufigsten in Leihbüchereien: Im Jahr 2006 wurden hier 4,5 Besuche und 9,0 Ausleihen gezählt, während ein Schleswig-Holsteiner nur 0,9 Mal in eine Bücherei ging und 2,1 Medien mit nach Hause nahm. Im Deutschland-Schnitt ging jeder Einwohner zweimal in eine Bibliothek und entlieh dabei fünf Medien.

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