Kupfer: Aurubis rechnet mit deutlich höherem Jahresgewinn

Kupfer: Aurubis rechnet mit deutlich höherem Jahresgewinn

von Anton Riedl

Der im M-Dax notierte Kupferhersteller Aurubis (früher Norddeutsche Affinerie) rechnet nach dem guten Start im ersten Quartal im laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 mit wesentlich höheren Gewinnen. Daran sollen Aktionäre mit einer steigenden Dividende beteiligt werden.

„Auch wenn wir die operativen 80 Cent je Aktie des ersten Quartals nicht einfach mal vier nehmen, so rechnen wir doch für 2009/10 mit einem deutlichen Gewinnanstieg“, sagt Vorstandsvorsitzender Bernd Drouven im Interview mit der am Montag erscheinenden WirtschaftsWoche. Der Absatz von Kupfer dürfte im Jahresverlauf weiter steigen. „Schon 2009 war der weltweite Kupferbedarf trotz Krise etwa so hoch wie 2008. Wenn die Konjunktur 2010 auch nur etwas besser wird, sieht es für den Kupfermarkt keineswegs düster aus.“ Für eine Belebung sorge auch die steigende Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energien; außerdem dürften die für Aurubis wichtigen Schmelzlöhne bald anziehen. Bei steigenden Gewinnen werde Aurubis die Dividende erhöhen. „Zunächst haben wir der Hauptversammlung vorgeschlagen, für das abgelaufene Jahr 65 Cent je Aktie zu zahlen. Da wir im neuen Geschäftsjahr aller Voraussicht nach mehr verdienen, werden wir die Aktionäre daran teilhaben lassen.“

Auf die steigende Kupfernachfrage auf dem asiatischen Markt will Aurubis mit Zukäufen reagieren. „China hat derzeit einen jährlichen Bedarf von sechs Millionen Tonnen Kupfer, das macht ein Drittel des Weltmarkts aus“, sagt Drouven. „Bei einer Produktion vor Ort sehen wir aber unser technisches Know-how in Gefahr.“ Deshalb sei eine direkte Beteiligung in China nicht geplant, sondern an einem anderen Standort in Asien. Ebenfalls sehr interessant seien Zukäufe in Südamerika. „Hier wären wir nahe an den großen Minen und Rohstoffvorkommen“, so Drouven. Der finanzielle Spielraum für Übernahmen und Beteiligungen sei vorhanden. „Bei einem großen Objekt von zum Beispiel 500 Millionen Euro würden wir verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten kombinieren“, betont Drouven. „Die Cumerio-Übernahme hatte ein Volumen von 800 Millionen Euro. Hier kam es zu einer kleinen Kapitalerhöhung; zudem hatten wir dank guter Gewinne aus dem laufenden Geschäft Einnahmen, die wiederum die Finanzierung erleichterten.“

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