Kommentare zu: "Opel ist nicht systemrelevant"

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17 Kommentare
  • 26.02.2009, 18:13 UhrAnonymer Benutzer: deltavier

    Richtig! Systemrelevant ist leider Continental. Ohne Conti. könnten bMW, Mercedes, Ford, Skoda, Seat, Porsche, VW und viele mehr in der EU ihre Produktion vorläufig einstellen.

  • 26.02.2009, 18:29 UhrAnonymer Benutzer: Gerd

    Wenn Herr Steinbrück vorrechnet, daß Subventionen an Opel billiger wären als Arbeitslosenunterstützung, dann übersieht er folgendes: Die vielen Opels, die produziert werden, ohne einen Käufer zu finden, werden erstmal auf Halde gestapelt. Anschließend werden sie (umweltfreundlich!) wieder verschrottet. Ein gigantisches Arbeitsbeschaffungsprogramm. Das Perpetuum mobile der Wirtschaft! Wenn das prinzipiell so funktioniert, kann man die Arbeitsagenturen abschaffen. irgendwo braucht man aber auch einen Markt. Sonst landet man nämlich in der DDR. Und die ist nicht untergegangen, weil sie etwa so viele Arbeitslose hatte, sondern weil sie aufgrund solcher Methoden pleite war.

  • 26.02.2009, 20:01 UhrAnonymer Benutzer: zockerfein

    systemrelevant mag Opel nicht sein, die Abwrackpämie zeigt aber doch, dass nach Opel-Fahrzeugen gefragt wird.
    Wenn man nach den Umweltpolitikern geht, müsste man die 7-er Reihe von bMW, die großen Nobelkutschen von Mercedes usw. auch nicht haben. Porsche schon garnicht.

    Wenn es um Kosten allgemein geht, dann ist natürlich auch der Öffentliche Dienst gefragt. Ob man diese ganzen Verwaltungen unbedingt braucht? Sind die so systemrelevant?

  • 26.02.2009, 22:35 UhrAnonymer Benutzer: Tellerrand

    Die Abwrackprämie hat ein Strohfreuer ausgelöst. Wer sich keinen Neuwagen / Jahreswagen leisten kann, der kauft sich auch mit Abwrackprämie keinen. Wer wegen der Prämie jetzt kauft, kauft die nächsten 12 bis 36 Monate nichts mehr. Sobald der Prämientopf leer ist und die Aufträge abgearbeitet sind, wird auch bei Opel wieder hängen im Schacht sein.

    Abseits davon kann keine noch so gute binnennachfrage Opels Schwächen auf internationalen Märkten kompensieren. Wenn Opel allein von Aufträgen aus Deutschland existieren müsste, ein Dritte der aktuellen Personaldecke wäre gerade so ausgelastet.

    Anstatt einen maroden Großkonzern an den Steuertropf zu hängen, sollte der Staat mittelständische Unternehmen stärker unterstüzten. Die sind insgesamt systemrelevant, enn dort sind ddie mehrzahl aller Arbeitsplätze im Land zu Hause.

  • 27.02.2009, 00:44 UhrAnonymer Benutzer: Klaus

    Vielleicht hat der Kommentator ja recht. Für die Opelaner wäre es aber trotzdem bitter. ihr Unternehmen geht unter, weil die Muttergesellschaft das Unternehmen falsch ausgerichtet hat und weil die banken die Wirtschaft an die Wand gefahren haben. Also verlieren die Opelaner am band ihren Job.

    Die banker, die mit ihrer Gier und riskanten Strategien, alles an die Wand gefahren haben, behalten ihren Job, weil er systemrelevant ist und können sich sogar noch boni auszahlen.

    Damit wiord das Leistungsprinzip ad absurdum geführt, weil die Schlechtleister, die grob fahrlässig alles ruiniert haben, mit boni nach hause gehen, während derjenige, der gute Arbeit gemacht hat, arbeitslos wird.

    Am besten bei allen bankern per Gericht wegen grober Fahrlässigkeit alle boni der Jahre 2001 bis 2008 einsammeln und unter Opel Mitarbeitern verteilen. Sicher ein Traum. Gerecht aber wäre es!

  • 27.02.2009, 03:59 UhrAnonymer Benutzer: CO2

    "Ansprüchen von Kunden und Klimapolitikern entsprechen"... Wow, das haben weder bMW noch Daimler oder Porsche in Hinsicht auf Co2 und ihre Kunden sitzen größtenteils im Ausland. Zudem wird Opel eben nicht von VW ersetzt sondern von Dacia, Toyota und Renault. Glauben Sie ernsthaft Herr Lauk, die Deutschen kaufen jetzt alle einen VW? Dann hätten sie das auch bisher gemacht. Wie Herr Dudenhöffer sagte, max. 10 Prozent kaufen dann Deutche Autos.

  • 27.02.2009, 08:39 UhrAnonymer Benutzer: Roland

    Herr Lauk, sie sind Ex-Vorstandsmitglied der Daimler Chrysler AG Nutzfahrzeuge und wollen wohl einen Konkurrenten los werden.

  • 27.02.2009, 09:38 UhrAnonymer Benutzer: DH

    Herr Lauk,

    wenn sie schon so großmütig über den Wohlstand von mehrern 10.000 Menschen entscheiden, sei die Frage erlaubt, ob auch sie, wie viele andere, dann ihren Lebenstil auf Arbeitslosengeldstandard runterziehen. Große Worte sprechen sich ohne persönliche Konsequenzen recht leicht aus. ich denke, daß ihre Existenz auch nicht systemrelevant für Deutschland ist. Wenn sie unserem Land den technologischen Vorsprung nicht erhalten wollen, wandern sie doch bitte aus.

  • 27.02.2009, 10:51 UhrAnonymer Benutzer: Hans

    Sorry liebe Opelaner, aber solltet Opel heute Geld vom deutschen Staat bekommen, ist erstens nicht gesichert, ob ihr jemals was davon seht, zum andern besteht die Gefahr, dass dann andere industrien mit solch einer Forderung nachziehen würden, was das ganze System zum Untergang zwingen würde. Dann werdet ihr auch kein Arbeitlosengeld mehr bekommen, weil der Staat sein Geld schon lange verheizt hat

  • 27.02.2009, 11:02 UhrAnonymer Benutzer: Beobachter

    Herr Dr. Lauk verallgemeinert wieder einmal und sieht die Dinge aus dem Sitz seines Dienstfahrzeugs.

    Sowohl bei Zinser, Audi, Veba und Daimler hat er nicht den fundiertesten Eindruck hinterlassen und seine Tätigkeit in der Politik übt er wohl nur deshalb aus, weil er kein vernünftigen Job mehr in der freien Wirtschaft angeboten bekam.

    im Prinzip können wir davon ausgehen, daß aufgrund der Produkt- und Preisstruktur von den deutschen Herstellern im Hinblick auf derzeitige Nachfragestrukturen (egal wie entstanden und z.b. durch Abwrack- und Umweltprämien unterstützt) lediglich VW, FORD und OPEL halbwegs leidlich aufgestellt sind. Alle anderen und insbesondere Mercedes und bMW werden bittere Zeiten erleben, bis die Fahrzeuge umgestellt sind, und es stellt sich für mich die Frage (siehe SMART) ob überhaupt ein PREMiUM- Hersteller in der Lage ist, preiswerte, kostengünstige Fahrzeuge mit neuen Antrieben zu bauen. Derzeit werden nach wie vor von den genannten Autobauern PS- boliden zu absurden Preisen präsentiert, die schon länger in der Planung waren. Sowohl bMW wie MERCEDES täten gut daran, sich die Produkte von OPEL näher anzuschauen, um zu lernen wie man mit Fahrzeugen unter EUR 15.000,00 noch Geld verdienen kann.

    ich habe ehrlich die befürchtung, daß bMW und MERCEDES eher "nicht systemrelevant" werden oder sogar schon geworden sind, weil der Markt sich verändert hat und weiter verändern wird. Da ist TATA wohl näher an der Lösung als bMW.

    Vielleicht ist es mir irgendwan vergönnt, Kurt Lauk im TATA zu erleben. Das hätte was.

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