La Baracca: Vapiano-Gründer will mit La Baracca bundesweit durchstarten

La Baracca: Vapiano-Gründer will mit La Baracca bundesweit durchstarten

von Claudia Tödtmann

Der Erfinder der Restaurantkette Vapiano will das Land mit neuartigen Pasta-Filialen überziehen. Bei der Expansion hilft der italienische De-Benedetti-Clan.

Die Banken wollten keinen Kredit geben, ihnen war das Konzept zu verwegen: ein Nudelrestaurant mit offener Küche und Selbstbedienung, für jeden Gast eine Chipkarte, die seine Bestellungen registriert und beim Verlassen an der Kasse vorgelegt wird. Am 22. Oktober 2002 eröffnete in Hamburg das erste Restaurant dieser Art. Sein Name: Vapiano. Heute betreibt das Unternehmen 90 Filialen in 22 Ländern. Das Konzept stammt von Mark Korzilius. Aus dem Unternehmen ist der 47-Jährige zwar längst ausgestiegen. Das Tagesgeschäft war ihm zu stressig. Aber die Gastronomie fesselt ihn noch immer – als Ideengeber. Sein neuestes Vorhaben heißt La Baracca.

Seit dem Frühjahr 2009 feilte er an den Plänen. Im Mai 2010 startete er in München ein Pilotprojekt, jetzt will er bundesweit Filialen einrichten, in diesem Sommer in Düsseldorf und im Herbst in Hamburg. Dann sollen weitere finanzstarke Großstädte wie Berlin, Hannover und Stuttgart folgen. Schon prüft das Unternehmen eine Expansion in andere europäische Länder, sogar nach Indien, China und in die USA. Den Namen La Baracca hat es sich bereits schützen lassen.

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Das Restaurant bietet italienische Kost. Das Besondere: keine Selbstbedienung wie bei Vapiano. Die Gäste ordern Essen und Getränke am Tisch online per Touchscreen. Die Displays informieren über Zutaten sowie über Geschmack und Anbaudetails der 84 offenen Weine, die La Baracca anbietet. Serviert wird das Essen von Stewards, wie die Kellner hier heißen.

Insider schätzen die Investitionskosten für solch ein Restaurant auf 1,8 Millionen Euro. Ins erste Vapiano waren 1,4 Millionen Euro geflossen. Die meisten Gäste sind zwischen 30 und 65 Jahre alt, ursprünglich ging Korzilius davon aus, dass La Baracca vor allem Besucher unter 30 anspricht.

Als Betreiber gründete Korzilius die Gesellschaft Food Concepts, die inzwischen der Amerikaner Jason Harlan leitet. Der will zwar weder Umsatz noch Gewinn des Pilotprojekts nennen, aber versichert: „Im operativen Geschäft sind wir längst in den schwarzen Zahlen.“ In der gehobenen Gastronomie, sagt Harlan, könne man „durchaus Renditen von 25 Prozent vor Steuern erwirtschaften“.

Hauptinvestor hinter Food Concepts ist die italienische Cir Group – eine Holding, die sich nicht ins Tagesgeschäft einmischt, an der Mailänder Börse notiert ist und zu 45,5 Prozent dem Unternehmen Cofide gehört, der Finanzgesellschaft der traditionsreichen italienischen Unternehmerfamilie De Benedetti.

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