Ladenhüter: Alles muss raus

Ladenhüter: Alles muss raus

Wie das Finanzmodell Corporate Trading in der Praxis funktioniert, zeigen folgende Beispiele aus dem Geschäftsalltag von Active International in Düsseldorf.

Beispiel 1: Gescheiterte Produkteinführung

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Aufräumen in der Parfümerie

Zahlreiche Produkteinführungen in der Kosmetikindustrie floppen bei den Verbrauchern. Bei den Herstellern entstehen daher oft Lagerbestände, die auf dem üblichen Weg nicht mehr verkauft  werden können. Der Marktwert dieser Produkte fällt deutlich – es drohen hohe Abschreibungsverluste. Bei einem weltweit bekannter Anbieter von Kosmetika und Beautyprodukten mit Sitz in Deutschland stellten sich im Weihnachtsgeschäft 2008 drei Produkte als Ladenhüter heraus.

Im Januar 2009 übernahm Active International 50.000 Artikel aus den Lagerbeständen des Herstellers und stellte dafür eine Handelsgutschrift im vollen Buchwert von 250.000 Euro aus. Active International verkaufte die Ware an ein ausländisches Einzelhandelsunternehmen und erlöste dafür 100.000 Euro, die bei Active International verbleiben. Bis zum Ende des Jahres 2009 schaltete der Kosmetikkonzern über Active International Werbung in einem Gesamtwert von 960.000 Euro. Rund 20 Prozent dieser Summe oder 192.000 Euro wurde über die Handelsgutschrift eingelöst. Der Restbetrag von 768.000 Euro wurde in bar bezahlt. Am Jahresende verfügte das Unternehmen noch über eine Handelsgutschrift im Wert von 58.000 Euro, die als bilanzielles Vermögen ausgewiesen wurde. Sie kann noch bis Ende 2011 eingelöst werden.

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Der Kunde konnte also Abschreibungen in Höhe von 150.000 Euro vermeiden sowie Lagerkosten und Kapitalbindung reduzieren. Der Liquiditätsvorteil lag im Dezember 2009 bereits bei 92.000 Euro: Zwar hätte der Kunde den Marktwert von 100.000 Euro gegebenenfalls auch allein erlösen können – aber gleichzeitig 192.000 Euro mehr für seine Werbemaßnahmen zahlen

müssen. Schließlich hat das Unternehmen auch in 2010 einen Cash-Vorteil und profitiert von seiner übrigen Handelsgutschrift im Wert von 58.000 Euro.

Beispiel 2: Verfehlte Umsatzziele

Ein führender Automobilhersteller entwickelte Autos, deren Verkaufszahlen jedoch unter den Erwartungen blieben. Das Unternehmen sah keine Möglichkeit, die überschüssigen Autos am Markt zu verkaufen, ohne seine Vertriebspartner zu schädigen und die Marke zu gefährden.

Active International kaufte die Autos zum Buchwert und veräußerte sie anschließend über alternative, abgestimmte Kanäle weiter. Der Kunde nutzte seine Handelsgutschrift für Werbung und Druck. Active International gelang es, die Automobile zu vermarkten und dem Kunden dabei einen Abschreibungsverlust zu vermeiden. Gleichzeitig konnte der Kunde sein Markenimage wahren und seine Werbemaßnahmen verstärken.

Beispiel 3: Überschüssige Saison-/Aktionsware

Wer Süßwaren kauft, zahlt auch für deren Verpackung – sie macht einen nicht unerheblichen Teil des Verkaufspreises aus. Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 verkauften sich Aktions-Süßwaren eines deutschen Süßwarenherstellers schlechter als erwartet. Gegen Ende des Turniers hatte das Unternehmen noch große Mengen der teuren Verpackungsfolie im Fußball-Design auf Lager.

Um Abschreibungen zu vermeiden, empfahl Active International dem Unternehmen, die Folie aufzubrauchen und weitere Süßwaren zu produzieren. Diese kaufte Active International zum vollen Buchwert ab und vertrieb sie erfolgreich über einen seiner weltweit 300 Vermarktungspartner. So konnte der Süßwarenunternehmer einen substanziellen Abschreibungsverlust vermeiden – und zugleich Teile seiner Werbeausgaben und Druckkosten im Jahr 2009 mit der ausgestellten Handelsgutschrift einlösen: Die Cash-Ausgaben für den Geschäftsbericht wurden beispielsweise um 17 Prozent gesenkt, dies war der Anteil der eingelösten Handelsgutschrift.

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