Landesbank: Das Rettungspaket für die WestLB

Landesbank: Das Rettungspaket für die WestLB

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Das Logo der WestLB vor der Zentrale der WestLB in Düsseldorf

Deutschland bekommt seine erste Bad Bank: Risiken im Volumen von 85 Milliarden Euro lagert die WestLB in eine Abwicklungsanstalt aus. Der Bund steigt mit drei Milliarden bei der Landesbank ein.

Die drohende Schließung der angeschlagenen WestLB ist mit einem milliardenschweren Hilfspaket abgewendet. Die Eigentümer der WestLB, der Bund und die anderen Landesbanken haben sich grundsätzlich auf die Rettung der nordrhein-westfälischen Landesbank verständigt. Das bestätigte das Bundesfinanzministerium in Berlin.

Wie aus Verhandlungskreisen verlautete, gibt der Bund eine Kapitalspritze von bis zu vier Milliarden Euro für die künftige WestLB-Kernbank. Die WestLB-Eigentümer müssen ihrerseits weitere Garantien in Milliardenhöhe aufbringen, um Risiken durch Altlasten abzusichern. Die WestLB gründet als erste deutsche Bank mit staatlicher Hilfe eine Bad Bank für nicht mehr zum Kerngeschäft zählende Papiere, die noch immer hohe Verlustrisiken bergen – gemeinhin toxische oder faule Wertpapiere genannt. Zum Jahresanfang 2010 will sie Papiere im Volumen von rund 85 Milliarden Euro auslagern. Die maximalen Risiken der Bad Bank in Höhe von 17,5 Milliarden Euro würden durch die WestLB Eigentümer abgesichert, verlautete aus Kreisen. Dabei war die Rede von vier Milliarden Euro erwarteten und acht Milliarden Euro unerwarteten Verlusten bei der Abwicklungsbank. Darüber hinaus umfasst die Bank noch Risiken von 5,5 Milliarden Euro, die schon früher ausgegliedert und abgesichert worden seien.

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Bund steigt mit stiller Beteiligung ein

Seit Wochen wurde um die Lastenverteilung für die Aufspaltung der WestLB gestritten. Im Detail plant der Bund eine stille Einlage bei der WestLB-Kernbank in einem ersten Schritt in Höhe von drei Milliarden Euro, die der Banken-Rettungsfonds Soffin ab Juli 2010 in Dividendenpapiere wandeln kann. Für diese Einlage bestehe die Option, sie in eine Beteiligung von maximal 49 Prozent umzuwandeln, verlautete aus Kreisen. Unternehmerisch wolle der Bund bei der Bank aber nicht die Führung übernehmen. Das Engagement solle nur temporär bestehen. Danach müsse sich die Bank neue Eigentümer suchen, hieß es. Ende November laufen Garantien über vier Milliarden Euro für die WestLB aus, die derzeit das Überleben der Landesbank sichern. Im Gegenzug für die Billigung der öffentlichen Hilfen verlangt die EU-Kommission nun ein radikales Abschmelzen der Bilanzsumme und einen Eignerwechsel bis 2011. Mit seiner Beteiligung kann der Bund weiteren Einfluss auf die Neuordnung der Landesbanken nehmen. Mehrere Anläufe zu Landesbankenfusionen sind in den vergangenen Jahren gescheitert.

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