Landesbank: HSH Nordbank dementiert Bilanzfälschung

Landesbank: HSH Nordbank dementiert Bilanzfälschung

Bild vergrößern

Ein Polizist steht in Hamburg vor der Zentrale der HSH Nordbank

Die Razzia der Staatsanwaltschaft bei der Landesbank dauert an. Im Fokus stehen umstrittene Geschäfte mit Codenamen "Omega". Vorstandschef Nonnenmacher hat inzwischen den Vorwurf der Bilanzfälschung zurückgewiesen.

HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher sieht sich zu Unrecht mit dem Verdacht der Bilanzfälschung konfrontiert. „Wir weisen jeglichen Verdacht auf bewusste Falschangaben entschieden zurück“, sagte ein Sprecher der vom Staat mit Milliardensummen gestützten Bank.

Die HSH habe den von der Staatsanwaltschaft monierten Zwischenbericht berichtigt, so der Sprecher. Die Ermittler werfen Nonnenmacher sowie dem ehemaligen Kapitalmarktvorstand Jochen Friedrich vor, für das erste Quartal 2008 fälschlich einen Gewinn ausgewiesen zu haben, während die Landesbank tatsächlich Verlust machte. Nonnenmacher war in dieser Zeit Finanzvorstand, bevor er an die Spitze des krisengeschüttelten Instituts wechselte. Grund der Korrektur sei eine falsche Verbuchung der umstrittenen Kreislaufgeschäfte unter dem Namen „Omega“, erklärte die Bank. „Nachdem wir den Fehler bemerkt hatten, haben wir ihn sofort berichtigt“, betonte der HSH-Sprecher. Zugleich kritisierte er die Razzia der Staatsanwaltschaft als unverhältnismäßig. „Wir wären bereit gewesen, die Unterlagen auch so zur Verfügung zu stellen.“

Anzeige

Codename "Omega"

In dem fraglichen Zwischenbericht weist die HSH Nordbank einen Konzernüberschuss von 81 Millionen Euro aus. Nach Berechnungen der Ermittlungsbehörde ist aber tatsächlich ein Fehlbetrag von 31 Millionen Euro angefallen. Die Differenz erkläre sich aus der fehlerhaften Bilanzierung eines Geschäfts mit dem Codenamen „Omega 55“, hieß es. Die HSH Nordbank hatte auf die „Omega“-Geschäfte 52 und 55 im Jahr 2008 rund 500 Millionen Euro abschreiben müssen. Damit hatten diese beiden Transaktionen deutlich zu dem Verlust der Bank von 2,8 Milliarden Euro beigetragen.

Zu Beginn dieses Jahres löste die Bank die Geschäfte wieder auf und holte dabei einen dreistelligen Millionenbetrag zurück. Ein Großteil des früheren Vorstands einschließlich des Vorsitzenden Hans Berger musste den Hut nehmen; die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein mit Milliardenbeträgen den Untergang der Bank abwenden. Hauptursache für die Schieflage der Bank waren allerdings Engagements in faulen Wertpapieren, in denen das Institut überschüssige Liquidität anlegte und die im Zuge der Finanzkrise drastisch an Wert verloren.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%