Auch bei Firmenkunden und Gewerbeimmobilien drohen Kreditausfälle und Abwertungen in Milliardenhöhe. Standard & Poor’s geht davon aus, dass 70 Prozent des gesamten HSH-Kreditportfolios von rund 140 Milliarden Euro in von der Krise hart getroffenen Branchen liegen. Es sei deshalb wahrscheinlich, so die Analysten, dass die HSH einen Großteil der ihr zugebilligten Zehn-Milliarden-Garantie verbrauchen werde.
In neue Geschäftsfelder vorzustoßen ist für die HSH kaum möglich. Im Mittelstands- und Privatkundengeschäft muss sie Rücksicht auf die Sparkassen nehmen, die noch immer rund fünf Prozent der HSH-Anteile halten. Laut einem Sprecher des Schleswig-Holsteinischen Sparkassen- und Giroverbandes hat Nonnenmacher den Instituten zugesichert, Kredite unter 25 Millionen Euro weiter den Sparkassen zu überlassen. Weicht die HSH davon ab, wäre Ärger programmiert.
Der HSH droht Ärger mit der EU
Bei den Aufräumarbeiten wird sich Kopper trotz des Ärgers um die Sonderzahlung ganz auf Nonnenmacher verlassen müssen. Welche Alternative hätte er auch? Seit Monaten sucht die Bank erfolglos nach neuen Top-Managern. Wäre auch Nonnenmacher weg, wären Koppers Chancen, das Gestrüpp bei der HSH noch zu durchdringen, gleich null.
Dazu kommt: Neben den lokalpolitischen Wirrungen droht auch Ärger aus Brüssel. Die EU-Kommission prüft derzeit, unter welchen Auflagen sie die staatlichen Beihilfen genehmigt. Bei der WestLB hat sie hart durchgegriffen und den Verkauf des kompletten Instituts bis 2011 vorgeschrieben, es sei denn, die WestLB schließt sich zuvor mit einer anderen Landesbank zusammen. Ähnliches könnte auch bei der HSH bevorstehen.
Auch die Finanzaufsicht BaFin hat sich bereits eingeschaltet und verlangt, dass die vakanten Vorstandsposten in Bälde besetzt werden. Es wird Koppers vordringlichste Aufgabe sein, die Lücken im Vorstand mit Leuten zu stopfen, die auch für vergleichsweise bescheidene 500 000 Euro im Jahr einen guten Job machen. Mehr darf die Bank wegen der Staatshilfen nicht zahlen. „Ich hoffe wirklich“, sagt Marnette – und er sagt das gänzlich ohne Häme –, „dass Kopper ein Wunder vollbringt.“














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Alle Kommentare lesen23.07.2009, 11:41 UhrAnonymer Benutzer: R.D.A.
Warum wird diese Schrottbank überhaupt noch mit Steuergeldern gestützt?
Die betroffenen Länder sollten lediglich für die Pfandbriefe sowie die Guthaben privater Sparer bürgen und sich im Gegenzug die rentablen Kredite übertragen lassen.
Den Rest kann man dann getrost pleite gehen lassen - wer ungesicherte inhaberschuldverschreibungen kauft, muss wissen, dass er auch alles verlieren kann - schließlich gibt´s genau deswegen höhere Zinsen.
22.07.2009, 22:01 UhrAnonymer Benutzer: Helmers
Wer hat hier gelogen?
im Aufsichtsrat der HSH-Nordbank sitzen drei Mitglieder von Verdi, wie viele davon sind bei der SPD?
Die CDU hat angeblich eine Doku erarbeitet, wer hier verständigt wurde in Sachen boni von Nonnenmacher? Nur immer die sog. Lügenbehauptung der SPD immer zu wiederholen, dadurch werden die Tatsachen auch nicht verdreht!
Am besten wäre es wie letztens im Parlament in Südkorea, mehr sind diese Parlamentarier nicht mehr wert.
Die entlassenen Minister der SPD wurden nun mit vollen bezügen vorzeitig in den Ruhestand geschickt, das ist hier der eigentliche Skandal.
22.07.2009, 18:34 UhrAnonymer Benutzer: Mäcki Messer
Verdammt,dann laßt diesen Saftladen doch endlich in die insolvenz gehen,anstatt Unsummen hineinzupumpen und Nonnenmacher auch noch Millionen zu zahlen,anstatt ihn samt dem machtgeilen Carstensen ,letzteren per Wahl,zum Teufel zu jagen..