Lars Hinrichs im Interview: "Werbung ist für Xing nicht erfolgsentscheidend" - Seite 2

Lars Hinrichs im Interview: "Werbung ist für Xing nicht erfolgsentscheidend"

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Aber ihr Werbemodell ist doch gescheitert.

Nein, in keinster Weise.

Wieso? Sie haben auf den Seiten von Premium-Mitgliedern geworben und mussten das nach Protesten zurücknehmen und sich sogar entschuldigen.

Die zahlenden Premium-Mitglieder sahen zwar auf anderen Seiten keine Werbung, ein Teil davon wollte jedoch auch nicht, dass andere Leute auf ihren Profil-Seiten Werbung sehen. Die Argumentation war schlüssig und wir haben das umgehend geändert. De facto sind es nur zwei Prozent aller Seitenzugriffe, die wir jetzt dadurch weniger vermarkten.

Aber es sind – auch für die Werbeindustrie – ihre interessantesten Kunden. Können sie wirklich dabei bleiben, hier auf Anzeigen zu verzichten?

Werbung ist für Xing nicht Erfolgsentscheidend. Das Geschäftsmodell von Xing zielt nicht wie das der meisten Wettbewerber nur auf Werbung, sondern steht auf drei soliden Ertragssäulen: den Premium-Mitgliedschaften, E-Commerce und eben Werbung. Viele Funktionen, die wir zurzeit für die Premium-Kunden anbieten, können auch Basis-Mitglieder zu mehr Aktivität und einer höheren Nutzung von Xing anregen. Es liegt also auf der Hand zu überlegen, welche dieser Funktionen wir eingeschränkt auch den Basismitgliedern zur Verfügung stellen können, um im gleichen Schritt dafür neue, noch spannendere Premium-Module für unsere zahlenden Kunden zu schaffen. Damit erhöhen wir sukzessive die Funktionsvielfalt für Nichtzahler. Sie werden aktiver, wir können höhere Werbeeinnahmen erzielen und mehr Geld in die Weiterentwicklung der Plattform investieren.

Wann kommen diese neuen Funktionen?

Neue Funktionen für die Premium-Kunden führen wir kontinuierlich ein, wie zum Beispiel zuletzt das Statusfeld, in dem Premium-Mitglieder ihren Kontakten mitteilen können, ob sie sich gerade auf dem Weg zu einer Konferenz befinden oder sich in Kürze in der Stadt eines Geschäftspartners aufhalten. Aber auch für Basiskunden werden wir XING Schritt für Schritt weiter öffnen, indem wir beispielsweise Funktionalitäten der erweiterten Suche für Basis-Mitglieder anpassen. Vielleicht gibt es auch eingeschränkte Nachrichtenfunktionen.

Solche Neuerungen passieren bei uns permanent. Fast jede Woche kommt auf Xing etwas Neues. Wir kommunizieren das allerdings nicht ständig. Eine Sache, die wir derzeit nicht gut machen, ist die Selbstvermarktung. Die Plattform zu erklären ist immer noch viel zu kompliziert. Da müssen wir besser werden.

Riskieren sie mit der Erweiterung der Funktionen für Basiskunden nicht den Anreiz eine, kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft abzuschließen?

Nicht wenn wir neue und spannendere Features für die Premium-Kunden bieten und die werden kommen.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.04.2009, 17:25 UhrAnonymer Benutzer: Mickey Mouse

    schaut mal hier rein:
    http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0b1A7E46b88b0653D6358499FF/Doc~EA2A8D45Cb0F84EC287541A49829576EF~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  • 24.05.2008, 18:20 UhrAnonymer Benutzer: lanweilig

    Xing ist was für Langweiler. Geschäfte werde dort kaum gemacht, Networking wird bei Xing oftmals falsch interpretiert. Networking besteht aus "Geben" und "Nehmen"- bei Xing nimmt man nur. So wurde mein Postkorb überflutet mit Werbe- Mail, z. b. "Guten Tag, wir sind an einer Kooperation interessiert...". Die Absender kannten mich nicht, ich kannte die Absender nicht- da bietet man doch gleich in so einem "seriösen" Netzwerk Kooperationen an. Und noch was: Auf meiner Visitenkarte würde ich NiEMALS iM LEbEN einen Hinweis zu Xing geben. Das finde ich superdumm und nicht mal ansatzweise interessant oder gar wichtig.

  • 09.05.2008, 12:02 UhrAnonymer Benutzer: Genervt

    Die Arroganz von Lars Hinrichs ist kaum zu überbieten. Meine Empfehlung: Einfach mal einen Account bei XiNG unter falschem Namen einrichten und schauen, was dort passiert. Sexuelle Gewohnheiten werden regelmässig ausgetauscht, es wird per PN gebaggert, was das Zeug hält, der grösste Teil nutzt XiNG nicht beruflich, sondern als netten Zeitvertreib - Freizeiteffekt. Wo also liegt der Unterschied?
    Es werden unnötige Feature eingeführt, die Kommunikation mit den Kunden läuft schlecht bis überhaupt nicht, Kritik von Kundenseite wird abgewürgt, schlecht qualifizierte Communitymanager langweilen die Mitglieder mit unqualifierten Aussagen.
    Die Alternativen werden kommen und die Zeit wird zeigen, ob XiNG tatsächlich ein Marktführer bleiben wird.

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